Bei einem Cyberangriff wurden medizinische Unterlagen und Patienteninformationen eines großen australischen Gesundheitsanbieters gestohlen. Partnered Health, das von der Private-Equity-Firma Quadrant gehalten wurde, berichtete, dass 21 Kliniken in verschiedenen Städten wie Sydney, Melbourne und Canberra von dem Vorfall betroffen waren, welcher am 23. Juni stattfand.
Die Gesundheitsorganisation bestätigte, dass personalisierte Daten, einschließlich sensibler Gesundheitsinformationen, aus einigen Kliniken in ihrem Netzwerk entwendet worden waren. Das Unternehmen entschuldigte sich für die entstandene Besorgnis und Unannehmlichkeiten bei den betroffenen Patienten. Es teilte mit, dass ein böswilliger Akteur auf die Daten zugegriffen hatte und den Vorfall unverzüglich dem australischen Zentrum für Cybersicherheit, dem Amt des australischen Informationsbeauftragten sowie den Strafverfolgungsbehörden meldete.
Die gestohlenen persönlichen Informationen umfassten Namen, Geburtsdaten, Adressen und Kontaktdaten sowie Details zu Medicare, privater Krankenversicherung und Sozialhilfeausweisnummern. Darüber hinaus wurden medizinische Informationen und Behandlungsdetails, wie Konsultationsnotizen, Überweisungsschreiben sowie pathologische oder diagnostische Ergebnisse, die von Hausärzten erfasst wurden, ebenfalls kompromittiert.
Als Reaktion auf den Vorfall suchte die medizinische Gruppe eine vorläufige Unterlassungsverfügung beim Obersten Gerichtshof von New South Wales. Diese Verfügung forderte, dass die zugänglichen Daten weder verwendet noch veröffentlicht wurden. Partnered Health etablierte sich im Jahr 2013 und verfügte über mehr als 60 medizinische Zentren im ganzen Land, deren Dienstleistungen über fünf Millionen Menschen erreichten.
Die Nachricht traf auf den Markt, als Bupa im Juni die Übernahme von Partnered Health ankündigte. Dies stellte den jüngsten großen Geschäftsbetrieb dar, der von Hackern angegriffen worden war. Die Meldungen über Datenlecks an den Informationsbeauftragten des australischen Landes erreichten im Jahr 2025 einen Rekordwert, wobei große Vorfälle wie der Cyberangriff auf Qantas, der die Daten von 5,7 Millionen Kunden kompromittierte, auf das Darknet gelangen und veröffentlicht wurden.