Eine parlamentarische Untersuchung stellte fest, dass die Demokratie während der letzten Bundeswahl in Australien durch bedeutende Dritte Parteien angegriffen wurde. Dies geschah unter anderem durch Mitglieder der Plymouth Brethren Christian Church sowie die rechtspopulistische Lobbygruppe Advance. Der Vorsitzende der Untersuchung erklärte, dass die Ereignisse einen Angriff auf die Demokratie darstellten, insbesondere in gezielten Wahlkreisen.
Das Labor-geführte Komitee, das die Wahl 2025 überprüfte, legte im Zwischenbericht Empfehlungen vor. Dazu gehörte die Forderung nach einer neuen Verhaltenskodex für Wahlkampfmitarbeiter. Diese Empfehlungen zielten darauf ab, das Verhalten an Wahllokalen zu regulieren und die Sicherheit des Wahlprozesses zu gewährleisten.
Die Koalition lehnte die Ergebnisse der Untersuchung ab und beschuldigte das Labor, die Wahluntersuchung zu einer „hyper-parteilichen Jagd“ gegen Mitglieder der Kirche umzuwandeln. Ein Senator der Liberalen bezeichnete die Behandlung der Gruppe durch das Labor als „Fleck auf unsere Demokratie“.
Das Untersuchungskomitee erhielt zahlreiche Berichte über das Verhalten der Mitglieder der Plymouth Brethren Christian Church, die sich massenhaft für liberale Kandidaten in marginalen Wahlkreisen stellten. Die Kirche räumte ein, dass einige ihrer Mitglieder an der Kampagne beteiligt waren, lehnte jedoch eine Organisation durch die Kirche ab.
Der Vorsitzende der Kommission betonte, dass das Parlament diese Beweise nicht ignorieren könne. Er argumentierte, dass jeder Versuch unternommen werden müsse, den Wahlprozess für alle Beteiligten sicher, fair und einladend zu gestalten. Es wurde vorgeschlagen, einen verbindlichen Verhaltenskodex zu schaffen, der für alle Teilnehmer an den Wahllokalen galt. Dieser Kodex sollte in ausgewiesenen „Kampfzonen“ um die Stimmstellen durchgesetzt werden, wo die Anzahl der Wahlkampfmitarbeiter und die Beschilderung begrenzt blieben.
Des Weiteren forderte der Bericht eine umfassende Überprüfung der Wahlgesetze, um den Wahlprozess vor „innerer Einmischung“ zu schützen. Es wurde argumentiert, dass jede Handlung, die darauf abzielte, die Teilnahme am Wahlprozess abzuwenden, als innere Einmischung betrachtet werden könne. Die Kommission versuchte zudem, Zeugen aus der Plymouth Brethren Christian Church und Advance zu öffentlichen Anhörungen zu verpflichten, was als „außergewöhnlich“ und „notwendig“ beschrieben wurde.