Tausende Menschen versammelten sich am Samstag in der Wiege der modernen Bürgerrechtsbewegung, um eine neue Ära der Wahlrechte zu mobilisieren. Die Demonstration fand in Montgomery, Alabama, statt, wo die konservativen Staaten die Kongressbezirke demontierten, welche die politische Vertretung der schwarzen Bevölkerung sicherten.
Senator Cory Booker aus New Jersey bezeichnete Montgomery als „heiligen Boden“ im Kampf für Bürgerrechte. Er warnte davor, dass die aktuelle Generation ihre Pflicht vernachlässigte und dadurch die Errungenschaften ihrer Vorfahren verloren würden. Die Menge sang Parolen wie „Wir gehen nicht zurück“ und „Wir kämpfen“.
Die Versammlung fand vor dem historischen Alabama-Kapitol statt, einem Ort, an dem 1861 die Konföderation gegründet wurde und wo Martin Luther King Jr. 1965 bei der Wahlrechtskundgebung von Selma nach Montgomery sprach. Vor dem Kapitol standen Denkmäler von Jefferson Davis und Rosa Parks, die fast 90 Jahre auseinander errichtet wurden.
Die Anwesenden betonten, dass die Versuche, die politischen Grenzen neu zu zeichnen, Echos der Vergangenheit enthielten. Eine Teilnehmerin äußerte, dass die Bewegung nach vorne nur zwei Schritte zurückgegangen sei, wenn man die Entwicklung Alabas untersuchte.
Die Ursprünge der Mobilisierung lagen in Selma, wo 1965 ein gewaltsamer Zusammenstoß zwischen Strafverfolgungsbehörden und Aktivisten für Wahlrechte die Unterstützung für den Verfassungsbeschluss zum Wahlrechtsgesetz stärkte. Diese Entwicklung führte zu einer Reihe von Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs, welche die Wahlrechtsgesetze schwächten und weitere Einschränkungen für die Wähler einführten.
Veteranen der Bürgerrechtsbewegung äußerten Alarm über die Geschwindigkeit der Rückschritte und stellten fest, dass durch Generationen von Opfern gewonnene Schutzbestimmungen in kaum einem Jahrzehnt geschwächt worden waren. Kirk Carrington erinnerte an den Angriff auf Demonstranten in Selma 1965 und beklagte, dass der Kampf für gleiche Rechte und Bürgerrechte nach über sechzig Jahren noch andauerte.
Ein Bundesgericht zog 2023 den zweiten Kongressbezirk Alabas neu, nachdem das Gericht entschieden hatte, dass der Staat die Wahlmacht der schwarzen Einwohner, die etwa 27 Prozent der Bevölkerung bildeten, absichtlich verwässert hatte. Obwohl das Gericht eine neue Karte für die Republikaner freigab, um den Sitz zurückzugewinnen, blieb die Angelegenheit im Rechtsstreit. Die Debatte drehte sich um die Möglichkeit der Repräsentation, nicht um individuelle politische Ansichten.