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Geschichte

Demontage des Nazi-Bunkers in Berlin: Historiker warnen vor 'absoluter Verrücktheit'

Pläne zur Errichtung von Wohnraum kollidieren mit dem Erhalt historischer Stätten

In Berlin existierten Pläne, einen der letzten Überreste Adolf Hitlers Machtzentrums abzubauen. Fast nichts von der Chancellery des Nationalsozialisten blieb im Zentrum Berlins übrig, abgesehen von einem Bunker. Nun wurden jedoch Pläne zur Demontage des Bauwerks für die Errichtung von Wohnungen und Büros vorangetrieben.

Der Neue Reichskanzlei, entworfen von Albert Speer, erlitt am Ende des Zweiten Weltkriegs erhebliche Schäden und wurde 1949 von den sowjetischen Truppen abgerissen. Dennoch blieb der Bunker in einem Gebiet brachgebliebener Erde sichtbar. Christian Gaebler, Senator für Wohnen in Berlin, glaubte, dass die Struktur abgerissen werden müsse, um neue Wohnbauprojekte zu ermöglichen.

Demgegenüber argumentierten andere gegen die Zerstörung. Dietmar Arnold, Vorsitzender der Berliner Unterwelten-Vereinigung, bezeichnete die Demontage als „absolute Verrücktheit“. Er betonte, dass das Bauwerk ein Ort der Täter sei und das Machtzentrum des Nationalsozialismus darstellte. Arnold forderte, das Gelände mit dem Holocaust-Museum zu verbinden, um es in ein Museum und Gedenkstätte umzuwandeln.

Arnold erklärte, dass hier viel Geschichte zerstört worden war, sowohl die kommunistische als auch die nationalsozialistische. Er sah die Notwendigkeit, diese Geschichte nicht weiter zu vernachlässigen. Er erinnerte daran, dass 1.200 Quadratmeter des Bunkerkomplexes intakt blieben und die Wände sowie die Decke jeweils 1,7 Meter dick waren.

Das Berliner Landesdenkmalamt kritisierte die Pläne zur Zerstörung des Bunkers. Es bezeichnete das Bauwerk als von „erheblicher historischer Bedeutung“. Das Denkmalamt forderte eine sorgfältige Bewertung des Zustands und der Aufnahme des Bauwerks in die Liste der denkmalgeschützten Gebäude durch das Staatliche Amt für den Erhalt historischer Monumente.

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