Francis Clifford Smith, der älteste Inhaftierte in den Vereinigten Staaten, verstarb im Juni im Alter von hundert und eins Jahren. Er hatte achtmal seine Hinrichtung verschonen, bevor er schließlich starb. Smith wurde 1950 wegen Mordes verurteilt, als er fünfundzwanzig Jahre alt war, und beharrte stets auf seiner Unschuld. Die Verurteilung und die Beweise, auf denen er verurteilt wurde, standen über die Jahre in Frage, nachdem Zeugen ihre Aussagen widerrufen und ein anderer Inhaftierter den Mord gestand.
Der Inhaftierte verbrachte über siebzig Jahre hinter Gittern, abgesehen von drei kurzen Freilassungsperioden. Er entkam 1967, wurde jedoch zwölf Tage später wieder gefasst. Im Jahr 1975 erhielt er eine Bewährungsstrafe und verbrachte etwa zehn Monate frei, wurde jedoch bald wegen geringfügiger Diebstähle und Besitz einer Waffe verhaftet. Richard Sparaco, ehemaliger Direktor des Rates für Bewährung, erklärte, dass Smith mehrere Versuche verweigerte, seine Bewährung zu verlängern, bis 2020, als ihm eine überwachte Bewährung gewährt wurde.
Experten betonten die zunehmende Herausforderung, ältere Insassen zu betreuen. Eine Studie aus dem Jahr 2025 verzeichnete einen Anstieg der Personen ab 55 Jahren inhaftiert um fast vierhundertprozentual zwischen 1991 und 2021. Die US-Zensusbehörde prognostizierte, dass bis 2030 mindestens ein Drittel der inhaftierten Bevölkerung über fünfzig Jahre alt sein würde. Forscher forderten daher bessere Lösungen wie die „intelligente Entlassung“ und die bedingte Freilassung für ältere oder kranke Insassen.
Diese Programme berücksichtigten das Alter und die Pflege, da ältere Gefangene höhere medizinische Belange und Risiken wie Stürze oder Hörbeeinträchtigungen hatten. Einrichtungen, die solche komplexen Betreuungssituationen bewältigten, waren jedoch selten. Smith war einer der ersten, der unter dem MissionCare Health-Schema betreut wurde, welches sich auf die Versorgung inhaftierter Personen konzentrierte.
Forschungsergebnisse zeigten, dass Haft „beschleunigtes Altern“ verursachte und dass Demenzsymptome für Insassen „deutlich früher“ auftreten konnten. David Skoczulek, Sprecher der Einrichtung, wo Smith seine letzten Jahre verbrachte, erklärte, dass Smith an Altersschwäche gestorben sei. Er bemerkte, dass eine Person aus einer langen Haftzeit sechzig Jahre alt sein konnte, aber den Gesundheitszustand eines neunzigjährigen besaß. Smith starb in seinem Schlaf in der Einrichtung und wurde anschließend verbrannt. Die Einrichtung erfüllte ihre Aufgabe, Smith die notwendige Pflege und Langzeitbetreuung zu bieten.