Deutschland verzeichnete im Juni nahezu hundert Ertrinkungsfälle. Viele der Opfer waren junge Männer. Die Behörden erklärten, dass diese Todesfälle auf die extremen Temperaturen zurückzuführen waren, welche in Westeuropa für zahlreiche zusätzliche Todesfälle verantwortlich blieben.
Die offiziellen Zahlen zeigten, dass 99 Menschen im Juni starben, was die höchste Zahl an Ertrinkungen in Deutschland seit über zwei Jahrzehnten darstellte. Die Temperaturen stiegen in einigen Regionen auf 41,7 Grad Celsius. Die Opfer waren überwiegend junge Männer; genau 40 von ihnen waren unter dreißig Jahre alt. Mehr als neunzig Prozent der Todesopfer waren männlich.
Die Lifeguarding-Föderation Deutschlands betonte in einer Stellungnahme, dass das Land seit der Hitzewelle von Juni 2003, als 107 Menschen starben, keine derart hohe Zahl an Ertrinkungen registriert hatte.
Auf europäischer Ebene stiegen die Todesfälle durch Ertrinken während des beginnenden Sommers stark an. Die Weltgesundheitsorganisation berichtete, dass über 1.300 Menschen in ganz Europa während des heißen Starts des Sommers starben. In Frankreich erklärte die Sportministerin Marina Ferrari, dass Ertrinkungen die Todesursache für 131 Menschen seit dem 19. Juni waren.
Die Klimakrise verstärkte die extremen Wetterereignisse weltweit und trieb häufigere und tödlichere Katastrophen wie Hitzewellen und Waldbrände an. In Frankreich erklärten Sehenswürdigkeiten wie der Eiffelturm und Museen frühzeitig die Schließung aufgrund der Hitze. Auch im Tour de France wurde eine Etappe aufgrund der intensiven Hitze verkürzt.
In Spanien wurde ein Waldbrand eingedämmt, der mindestens zwölf Menschen tötete. Beamte erklärten, dass der Brand innerhalb seines Umfangs kontrolliert worden war. Es gab jedoch Disput bezüglich der Evakuierungsmaßnahmen, da einige Opfer behaupteten, sie hätten keine Anweisungen erhalten. Ein Virologe erklärte, dass die Opfer keine Anweisungen ignoriert hätten, weil keine Anweisungen erteilt worden waren.