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Kultur

Diamantenkette gestohlen: Diebstahl in Wien erschütterte Kulturinstitutionen

Zwei Täter entführten ein wertvolles Schmuckstück bei Tageslicht

Ein internationaler Fahndungsakt begann für zwei Männer, die eine Kette mit über 600 Diamanten aus einem Museum in Wien stahlen. Die Diebe erwarben sich den Zugang, indem sie ein Ticket für die Ausstellung kauften, in der das Schmuckstück ausgestellt war. Die Polizei berichtete, dass die Verdächtigen am Donnerstag Nachmittag eine Glasvitrine im Museum für angewandte Kunst (MAK) zerschlugen und die Platin- und Diamantkette entwendeten. Das Schmuckstück, das für die ehemalige ägyptische Königsfamilie entworfen worden war, wurde als über vier Millionen Dollar geschätzt.

Die Kette bildete Teil einer Ausstellung über die Juweliere Van Cleef & Arpels, welche bis September im MAK stattfand. Die Polizei lieferte Fotos der beiden Täter, die auf Sicherheitskameras gefilmt und entmaskiert wurden. Es vermutete sich, dass einer der Täter eine echte Waffe bei sich trug. Nach der Entnahme der Kette flohen die Verdächtigen in Richtung des Wiener Stadtparks.

Lilli Hollein, Generaldirektorin des MAK, äußerte sich besorgt über den Verlust dieses hochgeschätzten Schmuckstücks. Sie betonte, dass das Museum Sicherheitspläne mit Van Cleef & Arpels entwickelt hatte und alle Sicherheitsmaßnahmen sorgfältig vorbereitet worden seien. Die Mitarbeiter reagierten ruhig und folgten den etablierten Verfahren, als das vermeintliche „gewalttätige Ereignis“ eintrat, und niemand wurde verletzt.

Der Diebstahl in Wien stellte den jüngsten Vorfall in einer Reihe spektakulärer Raubüberfälle von Artefakten in europäischen Museen dar. In dieser Zeit wurde auch ein bedeutendes Fundstück prähistorischer Schmuck und Artefakte aus einem spanischen Museum gestohlen. Zudem wurden vier Renaissance-Gemälde aus einer Kunstinstitution in Sizilien und drei Werke von Renoir, Cézanne und Matisse aus Parma entwendet.

Diese Reihe von Diebstählen verstärkte die Fragen hinsichtlich der Sicherheit europäischer Kulturinstitutionen. Europol erklärte, dass Musealdiebstähle zunehmend aggressiver wurden und eine Verschiebung hin zu gewalttätigen und kraftvollen Methoden stattfand. Dies deutete auf die mögliche Beteiligung neuer krimineller Netzwerke hin. Die Polizei setzte Hundeteams in Wien und der Provinz Niederösterreich ein, während Sachverständige Beweise und Überwachungsaufnahmen analysierten. Die Ausstellung wurde inzwischen wieder eröffnet.

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