Die ständige Verfügbarkeit digitaler Geräte führte zu einer wachsenden Sorge bezüglich der Abhängigkeit von Smartphones. Berichte über persönliche Kämpfe gegen die stundenlange Nutzung zeigten, dass viele Menschen einen unkontrollierbaren Drang verspürten, auf ihre Geräte zurückzugreifen. Experten warnen davor, dass diese Technologie die Gehirnchemie beeinflusst und zu einer tiefgreifenden Abhängigkeit führen kann.
Eine Umfrage unter Zehntausenden Erwachsenen ergab, dass ein erheblicher Anteil der Befragten zu viel Zeit mit ihren Mobilgeräten verbrachte. Fachleute sahen zunehmend Klienten, die vollständig von ihren Geräten abhängig waren. Diese Entwicklung verstärkte die Diskussion darüber, wann die Gewohnheit des intensiven Textens in eine professionelle Suchtbehandlung überging. Einige Klienten gaben sogar die Behandlung aufgrund ihrer primären Abhängigkeit auf, wenn sie das Gerät nicht abgeben wollten.
Die Mechanismen der Sucht beruhen auf dem Belohnungssystem des Gehirns. Bei jedem Benachrichtigungssignal oder jeder Interaktion in sozialen Netzwerken wurde Dopamin freigesetzt, ein chemischer Botenstoff, der Freude und Motivation reguliert. Für manche Menschen wurde dieser „Hit“ zu stark, sodass Stunden oder sogar Tage in der digitalen Welt verschwanden. Diese Flucht aus der Realität ermöglichte es ihnen, sich von den alltäglichen Belastungen zu distanzieren.
Rehabilitationszentren boten Unterstützung für Menschen, die mit dieser digitalen Abhängigkeit kämpften. Dort arbeiteten Therapeuten daran, die Abhängigkeit schrittweise zu durchbrechen. Sie halfen den Betroffenen zu erkennen, dass das Scrollen oft eine Flucht vor dem Gefühl war, dass das Leben zu überwältigend sei. Die Therapie fokussierte darauf, die Gedanken und Gefühle zu identifizieren, die auftraten, wenn die Geräte nicht benutzt wurden.
Organisationen wie Internet and Technology Addicts Anonymous (ITAA) entstanden, um eine globale Gemeinschaft für Betroffene zu schaffen. Mitglieder berichteten von der Notwendigkeit, die Kontrolle über ihre Geräte zurückzugewinnen und neue Wege zur Ablenkung zu finden. Es wurde betont, dass die Bewältigung dieser Abhängigkeit ein Prozess der Selbstreflexion und des bewussten Handelns erforderte.
Für die allgemeine Bevölkerung empfehlen Psychotherapeuten, die eigene Verhaltensmuster zu analysieren und nach den Ursachen des Verhaltens zu suchen. Es wurde geraten, alternative Ablenkungen zu suchen, anstatt sofort zum Gerät zu greifen, und die Schuldgefühle, die mit der Abhängigkeit einhergingen, zu vermeiden. Nur durch bewusste Strategien konnte die Kontrolle über die digitale Nutzung wiederhergestellt werden.