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DR Kongo verbot Massenversammlungen zur Eindämmung des Ebola-Ausbruchs

Politische Kritik erschwerte die Reaktion auf die Gesundheitskrise im Osten des Landes

Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo verbot Massenversammlungen in der Hauptstadt Kinshasa sowie in drei weiteren Regionen. Diese Maßnahme zielte darauf ab, die Verbreitung des Ebola-Virus zu stoppen, erklärte der Innenminister. Die Behörden befürchteten, dass die tödliche Krankheit auf die Stadt mit achtzehn Millionen Einwohnern übergreifen würde.

Die Regionen Tshopo, Haut-Uele und Bas-Uele, die von dem Verbot betroffen waren, grenzten an die Gebiete, in denen Ebola bestätigt wurde. Prominente Vertreter der Oppositionsparteien kritisierten die Entscheidung scharf. Sie behaupteten, die Maßnahme sei politischer Natur und dient dem Zweck, einen geplanten Protestmarsch am 8. Juli zu unterdrücken.

Der Sprecher der Oppositionsallianz Lamuka coalition, Prinz Epenge, bezeichnete die Entscheidung der Regierung als „politisch“, da in Kinshasa noch keine bestätigten Fälle vorlagen. Rodrigue Ramazani, Generalsekretär der Oppositionspartei Envol, forderte die Demonstranten auf, das Verbot zu ignorieren und am Marsch teilzunehmen. Er bezeichnete die Anweisung als „politische Manöver statt als gesundheitliche Maßnahme“.

Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo reagierte auf diese Kritik nicht. Die Demonstration wurde von der C64-Koalition organisiert, einer Allianz gegen ein vorgeschlagenes Gesetz, welches die Amtszeit des Präsidenten Felix Tshisekedi über seine zwei Legislaturperioden hinaus verlängern konnte.

Der Ebola-Ausbruch beschränkte sich laut dem Gesundheitsministerium auf drei Provinzen: Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu. Ituri erwies sich als am stärksten betroffene Region, da sie über neunzig Prozent der Infektionen aufwies. Die Zahl der bestätigten Todesfälle stieg auf 360 an, während die Gesamtzahl der bekannten Infektionen auf 1.274 anstieg.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte, dass der Konflikt im Osten der Demokratischen Republik Kongo die Bekämpfung des Ausbruchs erschwerte. Die M23-Rebellen kontrollierten große Teile des Nord- und Süd-Kivu. Zudem bestätigte Uganda Ebola-Fälle und meldete zwei Todesfälle. Das Virus, verursacht durch die Bundibugyo-Art, besaß derzeit kein verfügbares Impfstoff. Experten befürchteten, dass der aktuelle Ausbruch aufgrund der vorherigen Verbreitung über Wochen eines der größten Ebola-Ereignisse werden könnte.

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