Eine lokale kriminelle Gruppe, bekannt als Los Ardillos, intensivierte ihre Angriffe in der Bundesstaat Guerrero. Diese Gewalt richtete sich gegen indigene Gemeinschaften und zwang Hunderte von Familien zur Flucht aus ihren Heimatorten in den Bergen Zentralmexikos. Die Angriffe umfassten Drohnenbombardierungen und Schüsse mit Kaliber .50, was eine erhebliche humanitäre Krise auslöste.
Der Nationale Indigenen Kongress berichtete, dass die Dorfgemeinschaften am Samstag acht Stunden lang bombardiert wurden. Diese brutale Aktion zwang zwischen achthundert und tausend Familien zur Vertreibung in andere Städte. Carlos González García, Sprecher des Kongresses, betonte die tiefe Verzweiflung unter den Menschen und informierte, dass mindestens vier Menschen starben. Die Angst, insbesondere bei Frauen und Kindern, war immens, da sie eine Gewaltstufe erlebten, die sie nicht gewohnt waren.
Auf sozialen Medien verbreiteten sich Aufnahmen, die Frauen und Kinder zeigten, wie sie in einer örtlichen Kirche in Tränen ausbrachen. Andere Aufnahmen enthüllten intensive Schüsse und Explosionen, die durch die Felder und Wälder hallten, während Rauch aufstieg. Eine Frau berichtete in einem Video, dass sie und ihre Zwillinge mitflüchteten, da die Angreifer mit Drohnen und schweren Waffen angriffen und die Hänge niederbrannten.
Die Verwendung von Bomben-Tragenden Drohnen und anderen hochentwickelten Waffen durch die Drogenkartelle Mexikos wurde zunehmend verbreitet. Diese Eskalation zwang arme und ländliche Gemeinschaften dazu, ihre Häuser zu verlassen und nach Sicherheit suchten. Eine jüngste Studie der Ibero-Universität Mexikos zeigte, dass die Zahl der durch Gewalt vertriebenen Menschen zwischen 2023 und 2024 mehr als verdoppelt wurde. Bis Ende 2024 befanden sich fast vierhunderttausend Vertriebene in Mexiko.
Präsidentin Claudia Sheinbaum sprach auf einer Pressekonferenz über die Lage in Guerrero. Sie versprach, durch die Präsenz der Nationalgarde und die Aufmerksamkeit für die Vertriebenen Familien Hilfe bei ihrer Rückkehr in ihre Herkunftsorte zu leisten. González beschuldigte die lokale Regierung, mit den kriminellen Gruppen in Verbindung zu stehen. Er forderte den mexikanischen Staat auf, Schutz zu gewähren und jede Verflechtung zwischen Beamten und kriminellen Kartellen aufzuklären und diese zu zerschlagen, um eine weitere Eskalation zu verhindern.
Die Regierung des Bundesstaates Guerrero meldete am Sonntag lediglich neunzig vertriebene Personen. Die Bundes- und Landeskräfte entsandten Truppen in die Region für Sicherheits- und Überwachungsoperationen. Es blieb offengelegt, dass die staatlichen Maßnahmen die anhaltende Gewalt in dieser abgelegenen Region nicht beenden konnten.