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Drogenverdacht bei Zugführer: Tragödie in Bangkok

Unfall mit acht Todesopfern und zahlreichen Verletzten; Behörden verhängten strenge Tests

Der Fahrer eines Güterzuges, der in Bangkok mit einem öffentlichen Bus kollidierte, testete positiv auf Drogen. Die thailändischen Polizei teilte mit, dass der Fahrer wegen rücksichtslosen Fahrverhaltens angeklagt wurde. Die Kollision ereignete sich am Samstagnachmittag an der Bahnüberquerung Asoke-Din Daeng. Der Zug stieß in einen Bus, der auf den Gleisen zum Stehen gekommen war. Der Bus entzündete sich und tötete acht Menschen sowie zahlreiche weitere Personen. Erste Berichte deuteten darauf hin, dass der Bus aufgrund des starken Verkehrs auf den Gleisen stecken geblieben war, was die ordnungsgemäße Senkung der Überquerungsbarrieren verhinderte.

Sowohl der Busfahrer als auch der Wärter, der für die Senkung der Barriere verantwortlich war, wurden ebenfalls zur Anzeige gebracht. Die Behörden verhängten eine verpflichtende Drogen- und Alkoholtests für alle Zugführer und Bahnmitarbeiter vor ihren Schichten. Pichet Kunadhamraks, Generaldirektor des thailändischen Eisenbahnverkehrsministeriums, erklärte, dass die vorläufigen Ergebnisse der Zugschachtel belegten, dass das Notbremsystem des Zuges erst hundert Meter entfernt vom Bus aktiviert wurde. Diese Distanz reichte nicht aus, um die Kollision zu verhindern.

Dr. Amorn Phimarnmas, Präsident der Vereinigung der Strukturingenieure Thailands, stellte fest, dass täglich über hunderttausend Kraftfahrzeuge die Bahnüberquerung Asoke-Din Daeng befuhren. Diese Zahl überschritt die Sicherheitsgrenze für solche Kreuzungen deutlich. Amorn betonte, dass die Gleise lange vor den umliegenden Straßen gebaut worden waren und die Stadt sich darum herum entwickelt hatte, was zu einer „Normalisierung des Risikos“ führte. Er erklärte: „Es war die Zeit, in der das Risiko zur Routine wurde. Die Menschen dachten, es würde alles in Ordnung sein und setzten fort, bis eines Tages genau die Art von Katastrophe eintrat, die wir gerade gesehen hatten.“

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