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Technologie

Drohnen auf Autobahnen: Testen der Ablenkung von Verkehrsteilnehmern

National Highways prüften die Auswirkungen kleinerer Fluggeräte auf die Sicherheit der Fahrer

Die Einführung von Drohnen auf britischen Autobahnen stellte die Frage, ob diese die Verkehrsteilnehmer in die Irre führten. Eine Simulation, erstellt von der Virtual-Reality-Firma MXT für National Highways, untersuchte genau diese potenzielle Ablenkung. Ziel der Studie war es festzustellen, ob Fahrer durch den Einsatz von Drohnen, die zur Überwachung der 4.500 Meilen langen Autobahnen und Landstraßen eingesetzt wurden, gestört oder abgelenkt wurden.

National Highways nutzten bereits seit 2020 human betriebene Drohnen in Zusammenarbeit mit der Ingenieurfirma Arup. Nun verfolgte die Behörde jedoch den Plan, noch kleinere Fluggeräte einzusetzen, welche näher an Wartungsstandorten operieren konnten. Diese kleineren Drohnen, die in einer Höhe von zwanzig Metern flogen, konnten detailliertere Informationen sammeln als größere Modelle, die nur etwa fünfzig Meter über der Fahrbahn fliegen durften. Zudem waren die kleineren Geräte zehnmal günstiger.

Die Simulationen fanden in London, Manchester und Birmingham statt. Die Teilnehmer, darunter hundertzwanzig reguläre Fahrer und neunzehn Fahrer von Schwerlastfahrzeugen, erlebten eine Sicherheitsübung. Während der Simulation wurden verschiedene Messwerte erfasst, wie die Herzfrequenz der Teilnehmer, die Pupillendilatation sowie die Zeit, die sie ohne direkten Blick nach vorne verbrachten. Es wurde auch die Reaktionsfähigkeit und die Lenksteuerung der Fahrzeuge gemessen.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Drohnen zwar wahrgenommen wurden, aber deutlich weniger Fahrer sie als „gefährlich“ oder „verstörend“ bewerteten. Ein Teilnehmer äußerte sich positiv: Wenn die Technologie die Sicherheit erhöhte und ein Risiko beseitigte, unterstützte er die Anwendung. Experten sahen in der Methodik eine weltweit interessante und neuartige Vorgehensweise. Ewan Murdoch, ein leitender Berater bei Arup, bemerkte, dass die Testergebnisse den Einsatz von Drohnen für die Straßeninstandhaltung weltweit beeinflussen könnten.

Callum Brown, leitender Berater für Luftraumstandards bei National Highways, bezeichnete die Tests als „spitzengeprägt“ und erklärte, dass kleinere Drohnen die sicherste und effizienteste Methode zur Erfassung von Straßen und Gebäuden seien. Er betonte, dass die nationale Anwendung dieser Methode weltweit ein Vorbild sei und die Behörde seit sechs Jahren auf diese Entwicklung setze.

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