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Drohnenangriff in Rumänien: Bürger fühlen sich unsicher

Ein Vorfall in Galati verdeutlicht die unmittelbare Gefahr durch den Krieg in der Ukraine

In Teilen Europas wirkte der umfassende Angriff Russlands auf die Ukraine wie eine ferne Bedrohung. In Rumänien hingegen lag dieser Krieg unmittelbar vor der Tür und wurde zunehmend gefährlicher. In Galati zeigte sich diese unmittelbare Bedrohung eindrücklich: Ein Drohnenangriff traf am Freitag ein Wohngebäude, während Dutzende von Menschen schliefen. Der Vorfall löste einen Brand und Panik aus.

Auf Samstag stiegen Bewohner des Gebäudes auf den Dachboden, um den Einschlagpunkt der Drohne zu untersuchen. Dort fanden sie ein zackiges Loch im Beton, das einige Meter breit war und mit Plastik bedeckt wurde. Die Wohnung darunter erlitt erhebliche Schäden, und eine Frau sowie ihr Teenager blieben mit Prellungen und leichten Verbrennungen im Krankenhaus.

Ein Bewohner des Gebäudes, der die Situation beschrieb, betonte die potenziell katastrophalen Folgen des Angriffs. Er erklärte, dass die Drohne den Aufzugsschacht getroffen hatte, welcher einen Großteil der Explosion absorbiert hatte. Er befürchtete, dass der Einschlag auf die Seite stattgefunden hätte, was den kompletten Stockwerk oder mehr zerstört hätte.

Der Bewohner berichtete über eine Warnmeldung, die ihm am Morgen vor 02:00 Uhr auf seinem Telefon erschien, welche auf eine Drohne in der Nähe der ukrainischen Grenze hinwies. Kurz darauf folgte der Einschlag. Er äußerte seine Angst und seine Frustration über die Unfähigkeit der rumänischen Luftwaffe, die Drohne abzufangen. Er betonte, dass er befürchtete, bei einer Rückkehr in seine Wohnung nachts mit Angst schlafen zu müssen, da der Vorfall erneut geschehen konnte.

Rumänien, als Mitglied der NATO und der Europäischen Union, wurde durch diesen Vorfall getroffen. Es stellte den schwerwiegendsten Vorfall dieser Art seit Beginn der umfassenden Invasion Russlands im Jahr 2022 dar. Während der russische Präsident Wladimir Putin jeglichen Beweis für einen russischen Drohnenangriff bestritt, stellte Rumänien klar, dass es sich um eine Geran-2, auch als Shahed bezeichnet, handelte. Rumänien verfolgte zudem eine Schwarm von 43 Drohnen, die von Ost nach West über den Fluss bewegten, wobei eine Drohne in rumänisches Territorium gelangte.

Die Verbündeten Rumäniens in der NATO bezeichneten das russische Vorgehen als rücksichtslos und wiesen auf die Aggression Moskaus hin. Obwohl die Regierung in Bukarest erwog, Artikel 4 des NATO-Vertrags in Anspruch zu nehmen, um ein Notfalltreffen zu erzwingen, wurde diese Option abgelehnt, um Panik zu vermeiden. Stattdessen schloss Rumänien ein russisches Konsulat in der Hafenstadt Constanța als Warnmaßnahme und kündigte an, den russischen Botschafter zu verweisen. Die Regierung forderte eine schnellere Reaktion der NATO und kündigte an, eigene Drohnen zu beschaffen und diese in Zusammenarbeit mit ukrainischen Unternehmen zu entwickeln. Die Bevölkerung empfand die Situation als extrem verletzlich, da die Sanktionen nicht ausreichen würden, um die russische Aggression zu stoppen.

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