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Drohung in Brisbane: Moschee wurde Ziel von Bedrohung

Nationaler Religionsrat verurteilte wachsenden Antimuslim-Gefühlen und die Bedrohung von Gebetsstätten

Ein Mann wurde in Brisbane beschuldigt, muslimische Anbetende in einer Moschee bedroht zu haben. Der Verdächtige behauptete fälschlicherweise, ein Gewehr besitze zu haben. Der Vorfall ereignete sich am Sonntag in der Masjid Taqwa in Bald Hills, als er Anbetende während des Gebets bedrohte. Laut dem Nationalen Rat der Imame Australiens betrat der Mann die Moschee und äußerte Drohungen, indem er behauptete, ein AK-47 in seinem Fahrzeug außerhalb des Gebäudes zu besitzen.

Die Polizei Queensland reichte dem 33-jährigen Mann am Montag Anklage wegen Störung des Gebetsortes und der Erregung einer öffentlichen Unruhe ein. Ein Polizeisprecher erklärte, dass niemand körperlich verletzt worden war und der Mann vor der Ankunft der Polizei die Szene verlassen hatte.

Der Rat verurteilte den Vorfall als „zutiefst beunruhigend“ und als „schwerwiegenden Verstoß gegen die Heiligkeit, die Sicherheit und die Geborgenheit eines Gebetsortes“. Der Präsident des Rates, Imam Shadi Alsuleiman, betonte, dass Gebetsstätten Zufluchtsorte für Frieden, Besinnung und Sicherheit bleiben mussten. Er erklärte, dass jede Form von Einschüchterung, Drohung oder Hass gegen Anbetende in keiner Weise akzeptabel sei und mit größter Ernsthaftigkeit behandelt werden müsse.

Zusätzlich zu dem Vorfall wurde die Moschee bereits zuvor Ziel von Hassgraffiti, NS-Symbolen und islamophoben Angriffen. Der Rat erinnerte an zwei separate Vorfälle im September, bei denen das Islamische College von Brisbane eine bedrohliche E-Mail erhielt und die Moschee in der Gold Coast eine angeblichen Bombenandrohung erfuhr.

Imam Alsuleiman äußerte tiefe Besorgnis über die zunehmende Feindseligkeit, mit der muslimische Gemeinschaften im ganzen Land konfrontiert waren. Er erklärte, dass Islamophobie durch „spaltende Narrative und Rhetorik gefördert wurde, die von Teilen der Medien und bestimmten politischen Figuren verbreitet wurden. Diese Faktoren trugen zu Angst, Feindseligkeit und zur Marginalisierung muslimischer Gemeinschaften in ganz Australien bei.“

Er betonte, dass die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der muslimischen Gemeinschaft untergraben worden seien. Es bestand eine wachsende Sorge hinsichtlich der zunehmenden Normalisierung von Antimuslim-Gefühlen, Bedrohungen, Einschüchterungen und Hasshandlungen gegen australische Muslime und ihre Gebetsstätten. Ein Polizeisprecher versicherte abschließend, dass keine anhaltende Gefahr für die öffentliche Sicherheit bestand.

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