Ein Mann wurde im Jahr 2023 in Dublin schuldig befunden, weil er versuchte, drei Kinder bei einem Stabbing-Angriff zu töten. Dieser Vorfall erschütterte Irland zutiefst und löste in der Hauptstadt eine gewalttätige Unruhe aus. Eine Jury am Zentralen Strafgericht fand Riad Bouchaker, 52 Jahre alt, schuldig wegen Körperverletzung und der angeblichen Mordversuche.
Bouchaker nutzte ein 30 Zentimeter langes Küchenmesser, um eine Betreuungsperson zu verletzen und zwei weitere Kinder sowie ein Teenager anzugreifen. Der Angriff ereignete sich am 23. November 2023, als die Opfer aus einer Kindertagesstätte in Parnell Square stammten. Die Tat führte zu schweren Verletzungen: Ein Mädchen, das fünf Jahre alt war, erlitt eine Hirnverletzung und wurde nichtssagend, benötigte einen Rollstuhl und erhielt eine Ernährungssonde. Zwei weitere Opfer erlitten weniger schwere Verletzungen und benötigten Krankenhausbehandlung.
Während Bouchaker die Kinder angriff, stach er die Betreuungsperson Leanne Flynn, die versuchte, die Kinder zu schützen. Flynn erlitt dabei zwei kollabierende Lungen und Verletzungen an der Bauchdecke, dem Magen und der Leber. Zudem greifte er zwei weitere Kinder und einen Teenager an, die versuchten, das Messer wegzunehmen. Andere Zeugen intervenierten und konnten Bouchaker außer Gefecht setzen, was zu einer Kopfverletzung führte, die ebenfalls ärztliche Behandlung erforderte.
Am Abend des Angriffs rief die Menge anti-immigrationsslogans. Die Unruhen eskalierten, als Demonstranten Geschäfte plünderten und Busse, eine Straßenbahn sowie Polizeifahrzeuge niederbrannten. Dies stellte die schlimmste Unruhe seit Jahrzehnten dar.
Das Gericht hörte, dass Bouchaker am Morgen des Angriffs erfahren hatte, dass ihm eine Sozialleistung verweigert worden war. Er holte einen Rucksack und das Messer aus seinem Hostel und wartete vor der Kindertagesstätte. Obwohl die Verteidigung argumentierte, er sei nicht zur Verhandlung fähig, stimmte ein Sachverständiger der Staatsanwaltschaft dieser Auffassung nicht zu. Richter Tony Hunt erlaubte Bouchaker die Verhandlung mit Dolmetscher und Vermittler.
Während der dreiwöchigen Verhandlung bestritt Bouchaker alle acht Anklagen und erklärte, er habe keine Absicht, jemanden zu töten. Die Staatsanwaltschaft argumentierte jedoch, dass die Art und Weise, wie er das Messer einsetzte, die Auswahl der kleinen Kinder sowie die gezielte Attacke auf Oberkörper, Nacken und Kopf eine Todesabsicht belegten. Die Jury verurteilte Bouchaker zu allen Anklagen. Er soll seine Strafe im September verbüßen.