Die britische Landwirtschaft sah sich einer ernsten Krise gegenüber. Durch anhaltende Dürreperioden und extreme Hitze drohten Nahrungsmittelengpässe, so warnte die National Farmers’ Union (NFU). Die Bauern berichteten, dass die Kombination aus früheren Überschwemmungen und dem aktuellen Wasserknappheit die Aussaat und Ernte massiv beeinträchtigte. Die Situation verstärkte die Sorge vor einer Verschiebung der landwirtschaftlichen Realität in Großbritannien.
Die Gesundheitsbehörde des Vereinigten Königreichs (UKHSA) veröffentlichte Hitzewarnungen für mehrere Regionen Englands, da die Temperaturen über 30 Grad stiegen. Diese Erwärmung erhöhte die Gesundheitsrisiken, insbesondere für gefährdete Bevölkerungsgruppen. Die Landwirtschaft litt zusätzlich unter den Folgen der Wetterextreme: Überflutungen im Winter erschwerten die Aussaat, und nun wurden Bewässerungsmaßnahmen aufgrund der Dürre stark eingeschränkt. In vielen Gebieten fehlte das Wasser für die Bewässerung vollständig.
Die Dürre stellte die dritte solche Phase in fünf Jahren dar. Die Getreidebauern berichteten, dass ihre Ernten nur die Hälfte der üblichen Höhe erreichten, und viele Betriebe mussten ihre Ernte retten. In einigen Regionen regnete über einen Monat nicht, während mehrere Rekordhitzewellen die Böden austrockneten. Dies führte zu Ernteausfällen und erhöhten die finanziellen Belastungen für die landwirtschaftlichen Betriebe.
Die Politik sah sich mit der Frage konfrontiert, wie die Landwirtschaft angesichts dieser neuen Normalität reagieren sollte. Der Präsident der NFU forderte die Regierung auf, Steuererleichterungen für die Errichtung von Wasserspeichersystemen auf landwirtschaftlichen Flächen zu gewähren. Er betonte, dass die Klimaveränderungen auch die Produktionsbedingungen in anderen Ländern beeinflussten und eine Planung für die Zukunft notwendig sei.
Experten der Agrarwirtschaft bemerkten, dass die Ernteerträge in vielen Bereichen unter den zehnjährigen Durchschnitt lagen. Die Entfernung der EU-Subventionen verschärfte die wirtschaftliche Lage, da die extremen Wetterereignisse die Gewinne aus den Ernten vernichteten. Einige Bauern sahen ihre Ernte als die schlimmste in Jahren. Es wurde betont, dass zwar Anpassungsfähigkeit vorhanden war, aber die Grenzen der Widerstandsfähigkeit erreicht waren. Eine staatliche Investition in widerstandsfähige landwirtschaftliche Systeme, von Reservoirs bis hin zur Waldbrandprävention, erschien als zwingend erforderlich, um die Versorgung der Bevölkerung zu sichern.