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Wirtschaft

Videospielgigant Electronic Arts wurde für 55 Milliarden Dollar übernommen

Saudi-Staat und Private-Equity-Firmen nahmen die Kontrolle über den Spielehersteller

Electronic Arts, der Hersteller von Videospielen wie The Sims, Madden NFL und Battlefield, wurde von einem Fonds der saudischen Monarchie und einer Gruppe von Investoren für 55 Milliarden Dollar übernommen. Die Transaktion vollzog sich am Dienstagabend, nur wenige Tage nach der Erteilung der notwendigen regulatorischen Genehmigung durch die Europäische Union. Damit endete EA, der Hersteller von EA Games, seine dreißingjährige Geschichte als börsennotiertes Unternehmen.

Die Übernahme erfolgte durch den Staatsfonds Saudi-Arabiens (PIF) in Verbindung mit Affinity Partners, einem Private-Equity-Unternehmen, das von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von Donald Trump, und der Private-Equity-Firma Silver Lake Partners geführt wurde. Kushner betonte, dass EA Geschichten, Charaktere und Gemeinschaften geschaffen habe, die für Millionen von Menschen zum Alltag wurden. Er zeigte sich begeistert, die Firma zu unterstützen, während sie neue Zielgruppen erreichte und die nächste Generation von Schöpfern inspirierte.

Die saudische Königsfamilie investierte bereits seit Längerem in Videospiele und E-Sport, während Prinz Mohammed bin Salman als Gamer bekannt war. EA wurde 1982 von dem ehemaligen Apple-Mitarbeiter William „Trip“ Hawkins gegründet. Andrew Wilson leitete die Firma seit 2013. Obwohl die Spiele von EA eine treue Fangemeinde besaßen, stagnierten die jährlichen Umsätze in den letzten Jahren. Die Einnahmen bewegten sich zwischen 7,4 Milliarden und 7,6 Milliarden Dollar.

Die Konkurrenz durch mobile Spielehersteller intensivierte sich in den letzten Jahren. Ein weiterer großer Rivale, Activision Blizzard, wurde 2023 von Microsoft für fast 69 Milliarden Dollar erworben. Die Umwandlung von EA in ein privates Unternehmen entzog der Firma die Pflicht zur monatlichen Berichterstattung über finanzielle Ergebnisse. Analysten sprachen an, dass dies Druck zur Erreichung von Zielen reduzierte.

Obwohl bei der Übernahme von öffentlichen Unternehmen oft Stellenstreichungen und Kostensenkungen folgten, gab es keine Hinweise darauf, dass dies bei EA geschehen würde. Das Unternehmen kürzte 2024 etwa fünf Prozent seiner Belegschaft, und im Mai 2025 wurden mehrere hundert Stellen gestrichen. Zudem meldete EA am Montag Umsätze, die unter den Erwartungen lagen, was auf einen Rückgang des Engagements mit dem jüngsten Battlefield-Spiel zurückzuführen war.

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