FaktenBlitz
RSS
Zurück zur Übersicht
Wissenschaft

Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo: Amerikaner exponiert

Weltgesundheitsorganisation erklärte Lage für internationalen Notstand; US-Regierung prüfte Evakuierung

Mindestens sechs Amerikaner wurden während des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo exponiert. Quellen berichteten der BBC, dass mindestens eine Person Symptome zeigte und drei weitere hochriskante Kontakte oder Expositionen erlebten. Es blieb unklar, ob diese Personen tatsächlich infiziert waren. Die Gesundheitsbehörden versicherten, dass das Risiko für die Vereinigten Staaten gering blieb.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte den Ausbruch in der östlichen Provinz Ituri der Demokratischen Republik Kongo für einen internationalen Notstand. Es wurden 336 vermutete Fälle und 88 Todesfälle gemeldet. Der aktuelle Erreger war das Bundibugyo-Virus, für das keine zugelassenen Medikamente oder Impfstoffe existierten. Die WHO warnte zudem davor, dass das Ausmaß des Ausbruchs weitaus größer sein könnte, als aktuell gemeldet wurde, mit erheblicher Gefahr einer lokalen und regionalen Verbreitung.

Die US-Regierung versuchte, eine sichere Entfernung einer kleinen Gruppe von Amerikanern, die direkt betroffen waren, zu organisieren. Eine Quelle berichtete, dass diese Gruppe zu einem sicheren Quarantäneort verbracht werden könnte, beispielsweise zu einer Militärbasis in Deutschland, obwohl diese Information nicht bestätigt wurde. Die US-Zentralen für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC) unterstützten diese Maßnahme, lieferten jedoch keine genaue Zahl der betroffenen Bürger.

Das Virus verbreitete sich zwischen Menschen über infizierte Körperflüssigkeiten wie Blut und Erbrochenes. Symptome traten zwei bis einundzwanzig Tage nach der Infektion auf, begannen jedoch meist fieberähnlich. Die Ausbreitung des Virus begann bei Kontakt mit infizierten Tieren, wie beispielsweise Fruchtfledermäusen. Die WHO riet die betroffenen Länder, die Demokratische Republik Kongo und Uganda, zu grenzüberschreitenden Untersuchungen auf, um eine weitere Verbreitung zu verhindern.

Die Gesundheitsbehörden mahnten auch zur Einhaltung von Vorsichtsmaßnahmen, insbesondere im Hinblick auf Beerdigungen. Es wurde betont, dass die Infektion durch Gemeinschaftsbeerdigungen in früheren Phasen des Ausbruchs zur Infektion vieler Menschen beigetragen hatte. Die internationale Gemeinschaft forderte die Nachbarstaaten auf, ihre Bereitschaft und ihre Vorbereitung zu verstärken, um die Verbreitung des Virus einzudämmen.

EbolaDR KongoWHOPandemie

Teilen

𝕏 Twitter WhatsApp