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Gesundheit

Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo: 65 Tote meldeten sich

Gesundheitsbehörden warnen vor weiterer Verbreitung und fordern regionale Koordination

Ein Ebola-Ausbruch traf die östliche Demokratische Republik Kongo. Nach Angaben afrikanischer Gesundheitsbeamter starben sechzig Menschen an der tödlichen Hämorrhagischen Fieber. Die Situation in der Provinz Ituri, die an Uganda und den Südsudan grenzte, sorgte für erhebliche Besorgnis. Bisher meldeten sich zweihundertsechs Verdachtsfälle dieser tödlichen Krankheit. Die Behörden des Africa Centres for Disease Control and Prevention (Africa CDC) äußerten große Sorge hinsichtlich des Risikos einer weiteren Ausbreitung.

Die Krankheit verbreitete sich durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten, wie Blut oder Erbrochenem, oder durch den Kontakt mit totem Gewebe, beispielsweise bei Beerdigungsvorbereitungen. Die Herausforderung für den Krankheitskontrollbetrieb bestand in den Mining-Städten, wo Menschen ständig pendelten. Diese ständige Bewegung erschwerte die Eindämmung der Infektionskrankheit erheblich.

Das nationale Forschungslabor der Demokratischen Republik Kongo entdeckte den Ebola-Virus in dreizehn von zwanzig getesteten Proben. Die Behörden des Africa CDC stellten fest, dass der aktuelle Ausbruch möglicherweise eine andere Variante darstellte. Die vollständigen genetischen Sequenzierungsergebnisse erwarteten sich innerhalb von vierundzwanzig Stunden.

Die Gesundheitsüberwachung organisierte eine dringende Besprechung am Freitag mit Vertretern der DRK, Uganda und des Südsudan sowie der Weltgesundheitsorganisation und pharmazeutischer Unternehmen. Dr. Jean Kaseya, Generaldirektor des Africa CDC, betonte die Notwendigkeit einer schnellen regionalen Koordination. Er erklärte, dass die hohe Bevölkerungsbewegung zwischen den betroffenen Gebieten und den Nachbarländern eine rasche Abstimmung erforderlich machte.

Ein Forscher der Universität Southampton äußerte sich über die Ursachen der regelmäßigen Ausbrüche. Er vermutete, dass eine perfekte Kombination von Faktoren diese Ereignisse verursachte. Dazu gehörten der enge menschliche Kontakt mit Tierreservoirs, wahrscheinlich Fledermäusen oder Primaten, sowie die Wanderung von Menschen zwischen ländlichen und städtischen Gebieten. Auch das tropische Klima und die hohe Regenwaldbedeckung spielten eine Rolle bei der Verbreitung der Krankheit.

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