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Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo: Angst und verzögerte Reaktion

Die Bundibugyo-Variante verbreitete sich unentdeckt; Gesundheitsbehörden kämpften mit dem Aufholen

Angst erfasste die östlichen Gebiete der Demokratischen Republik Kongo, als der tödliche Virus in den Ebola-betroffenen Regionen verbreitete. Beamte berichteten, dass sie mit einem Ausbruch kämpften, der möglicherweise früher kursiert hatte, als er überhaupt entdeckt wurde. Ein Taxifahrer in Rwampara, einer Goldgräberstadt, äußerte seine Furcht: „Ich habe Angst, weil Menschen sehr schnell sterben. Wir haben große Angst.“

Der Gesundheitsminister Dr. Samuel Roger Kamba erkannte nach einem Besuch in der Provinz Ituri, dem Epizentrum des Ausbruchs, an, dass die Gesundheitsteams mit dem Virus im Rennen waren. Der mutmaßliche Infizierte starb in der Provinzhauptstadt Bunia, wurde jedoch in Mongwalu, einer anderen Goldgräberstadt, bestattet. Die meisten Todesfälle und Verdachtsfälle meldeten sich dort und in den umliegenden Gebieten.

Die Ursache des Ausbruchs war die Bundibugyo-Variante von Ebola. Diese Variante verursachte nur zwei frühere Ausbrüche und tötete etwa dreißig Prozent der infizierten Personen. Die Symptome der Bundibugyo waren oft weniger offensichtlich als bei anderen Varianten, was die Diagnose verzögerte und dazu führte, dass Menschen den Krankheitsfall fälschlicherweise als Malaria interpretierten. Diese Verzögerung erlaubte dem Virus, stillschweigend zu verbreiten.

Die Behörden stellten fest, dass die Warnungen auf Gemeindeebene nicht wirksam waren. Es gab nur wenige Meldungen über Todesfälle, was die Untersuchung erschwerte. Dr. Kamba erklärte, dass niemand die Fälle meldete, was bedeutete, dass jemand vor dem mutmaßlichen Infizierten gestorben oder krank geworden war, ohne dass dies gemeldet wurde. Die Bevölkerung ignorierte zudem grundlegende Schutzmaßnahmen wie das Vermeiden von Händedrucken und das regelmäßige Händewaschen.

Die Situation verschärfte sich durch den Konflikt in der östlichen Demokratischen Republik Kongo. Die Ebola-Epidemie stellte eine neue massive Krise dar, die auf eine bereits schwierige humanitäre Lage folgte. In Goma, der größten Stadt der östlichen DR Kongo, fehlten funktionierende Ebola-Behandlungszentren. Die Bevölkerung empfand die Maßnahmen als unzumutbar, da das Überleben Vorrang hatte. Internationale Organisationen, darunter die Weltgesundheitsorganisation, erklärten den Ausbruch für einen öffentlichen Gesundheitsnotstand. Die Regierung stützte sich auf Erfahrung und öffentliche Gesundheitsmaßnahmen, um der siebten Ebola-Welle entgegenzutreten.

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