Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) erreichte neue historische Höchststände. Die bestätigten Fallzahlen stiegen auf 3.360, und es wurden 1.487 Todesfälle verzeichnet. Die Todesrate lag geschätzt bei etwa 45 Prozent, so die Gesundheitsbeamten des Landes. Die Krankheit betraf fünf Provinzen im Osten der DRK. Die Lage wurde durch anhaltende Konflikte in den betroffenen Gebieten erheblich erschwert.
Die Bundibugyo-Variante des Virus verbreitete sich schneller als bei allen sechzehn früheren Ebola-Ausbrüchen im Land. Die Zahlen näherten sich dem schlimmsten Verlust von 2018 bis 2020, als 3.470 Menschen in der DRK infiziert wurden. Experten betonten, dass die Lage komplexer sei, da die Ausbreitung durch Sicherheitsbedenken, Bergbauaktivitäten und hohe Bevölkerungsdichte kompliziert wurde.
Die Gesundheitsbehörden ergriffen verschiedene Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung. Sie verstärkten die Überwachung durch Gemeinschaftsbeauftragte und errichteten über zwanzig Ebola-Behandlungszentren. Zudem richteten sie lokale Labore ein, um Tests durchzuführen. Die Behörden appellierten an die Bevölkerung, bei jeglichem Verdacht auf Infektion um medizinischen Rat zu bitten, um eine effektive Reaktion auf die Krankheit zu gewährleisten.
Die Situation in den betroffenen Regionen erzeugte große Verzweiflung. Lokale Akteure berichteten, dass die Epidemie ihre Lebensgrundlagen störte und Entwicklungsprojekte zum Erliegen brachten. Experten der Kontrollzentren betonten, dass die Früherkennung versagt hatte. Sie erklärten, dass die Verzögerung bei der Erkennung die Arbeit erschwerte, um die Krankheit einzudämmen. Dennoch versicherten sie, dass durch das Engagement der Partner das Ergebnis positiv sei.
Parallel dazu begannen im Juli klinische Studien für einen Impfstoff gegen die Bundibugyo-Variante. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich etwa zwanzig Personen für diese Studien angemeldet. Uganda erklärte in dieser Zeit den Ebola-Ausbruch auf seinem Territorium beendet. Es sandte Experten zur Zusammenarbeit mit den kongolesischen Kollegen, insbesondere in den Grenzregionen Tchomia und Kasenyi.