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Wissenschaft

Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo erreichte historische Höchststände

WHO warnte vor intensiver Verbreitung und komplexen Herausforderungen bei der Eindämmung

Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) erreichte eine historische Dimension. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldete, dass der aktuelle Ausbruch den größten in der jüngeren Geschichte des Landes darstellte. Bis zum 30. Juli verzeichneten die Gesundheitsbehörden 3.605 bestätigte Fälle und 1.587 Todesfälle, was eine Sterblichkeitsrate von 44 Prozent bedeutete.

Der Ausbruch wurde durch den Bundibugyo-Stamm des Virus verursacht. Diese Situation übertraf die vorherigen Ausbrüche zwischen 2018 und 2020, die fast 3.500 Fälle und rund 2.300 Todesfälle verzeichneten. Es existierte zu diesem Zeitpunkt weder ein zugelassenes Impfstoff noch eine Behandlung für den Bundibugyo-Stamm.

Die WHO berichtete in einer Erklärung, die auf X veröffentlicht wurde, von einer Intensivierung des Ausbruchs. Sie verzeichneten eine anhaltende Übertragung sowie stetig steigende Zahlen von Fällen und Todesfällen. In der vergangenen Woche erreichte der Ausbruch mit 567 Fällen und 296 Todesfällen seinen höchsten wöchentlichen Gesamtwert. Die Organisation betonte, dass diese Zahlen die außergewöhnliche Geschwindigkeit der Verbreitung unterstrichen.

Die Bemühungen zur Eindämmung sahen sich erheblichen Hindernissen gegenüber. Faktoren wie Unsicherheit, Bevölkerungsvertreibung und grenzüberschreitende Bewegungen behinderten die Reaktionsbemühungen und erhöhten das Risiko einer weiteren geografischen Ausbreitung. Das Zentrum des Ausbruchs lag in der Provinz Ituri im Nordosten des Landes, welche an Südsudan und Uganda grenzte.

Die Gefahr der Ausbreitung erstreckte sich jedoch über weite Teile des Landes, darunter die Provinzen Nord- und Süd-Kivu, wo große Gebiete von der durch Ruanda unterstützten bewaffneten Gruppe M23 kontrolliert wurden. Die WHO erklärte, dass die Konvergenz von Unsicherheit, Vertreibung und Mobilität die Reaktionsoperationen komplizierte und das Risiko einer weiteren Verbreitung erhöhte.

Zusätzlich wurden im Rahmen des aktuellen Ausbruchs 20 Fälle in Uganda und ein Fall in Frankreich gemeldet. Zwei in der DRK diagnostizierte Fälle wurden später in Deutschland behandelt. Die WHO kündigte an, dass der „vielversprechendste“ Impfstoff in Singapur entwickelt würde, während die Erprobung einer separaten Impfung in Großbritannien begonnen hatte.

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