FaktenBlitz
RSS
Zurück zur Übersicht
Wissenschaft

Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo: Notwendigkeit schneller Reaktion

Regierungsvertreter forderten dringend Ressourcen und Personal zur Eindämmung der Gefahr

Der Ebola-Ausbruch in der Provinz Ituri der Demokratischen Republik Kongo (DRK) erregte Besorgnis. Der Militärgouverneur der Provinz verglich den Kampf gegen die Virusausbreitung mit einem Krieg, für den die notwendigen Ressourcen fehlten. Er betonte, dass die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten nicht genügend Nahrung erhielt und dass Überbelegung sowie andere Krankheiten ebenfalls Probleme darstellten.

Offizielle Stellen berichteten über über 900 vermutete Fälle von Ebola und 223 Todesfälle seit der Erklärung des Ausbruchs im Mai. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte, dass die Krankheit schneller verbreitete, als ursprünglich angenommen, und verkündete einen öffentlichen Gesundheitsnotstand von internationaler Bedeutung. Der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, äußerte, dass die Reaktion auf die Epidemie die dringenden Bemühungen zur Skalierung der Hilfe übertraf und die Responder lediglich „nachholen“ mussten.

Der Gouverneur forderte unverzüglich den Einsatz von qualifiziertem Personal und die Einrichtung sicherer Behandlungszentren, um eine Eskalation der Lage zu verhindern. Er betonte, dass die bestehenden Ressourcen für den Krieg aufgewendet wurden und dass dieser neue Konflikt noch mehr benötigte. Zudem forderte er die Mobilisierung finanzieller Mittel, um die Gefahr einer Katastrophe abzuwenden.

Die Ausbreitung des Virus erstreckte sich auf die Provinzen Nord- und Südkivu sowie in die benachbarte Uganda, wo sieben bestätigte Fälle gemeldet wurden. Die Koordinierung der Reaktion erfolgte auf kontinentaler Ebene: Das Africa CDC traf sich mit Gesundheitsministern der DRK, Uganda und Südsudan, um eine grenzüberschreitende Koordination zu finalisieren. Sie einigten sich auf ein Budget von 319 Millionen Dollar zur Eindämmung des Ausbruchs.

Ein Teil dieser Mittel wurde bereits von den betroffenen Ländern bereitgestellt, und der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa versprach eine anfängliche Unterstützung von fünf Millionen Dollar. Das Africa CDC warnte vor einer Gefahr für weitere afrikanische Staaten wie Angola, Burundi und Kenia. Die WHO informierte, dass ein Impfstoff für die seltenere Bundibugyo-Ebola-Spezies noch bis zu neun Monate zur Verfügung stand, was die Dringlichkeit der aktuellen Maßnahmen unterstrich.

EbolaDRKWHOGesundheit

Teilen

𝕏 Twitter WhatsApp