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Wissenschaft

Ebola-Fallzahlen steigen: WHO warnte vor weiterer Eskalation in der Demokratischen Republik Kongo

600 Verdachtsfälle meldeten sich, Experten betonten die hohe regionale Gefahr

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtete, dass nunmehr 600 Verdachtsfälle von Ebola und 139 Todesfälle registriert wurden. Die Organisation warnte, dass die Zahl der Fälle weiter ansteigen würde, da die Erkennung des Virus Zeit benötigte. Fünfzig und eins bestätigte Fälle traten in der Demokratischen Republik Kongo auf, dem Land, wo der erste Fall gemeldet worden war. Zwei weitere bestätigte Fälle traten in der benachbarten Uganda auf, wobei beide aus der DR Kongo stammten und einer der Patienten starb.

Der WHO-Chef Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte, dass der Ausbruch der Bundibugyo-Spezies von Ebola wahrscheinlich bereits vor einigen Monaten begonnen hatte. Die bestätigten Fälle in der DR Kongo befanden sich in der östlichen Provinz Ituri, dem Epizentrum der Erkrankung, sowie in der Provinz Nord-Kivu. Die Fälle in Kampala, der Hauptstadt Ugandas, hatten ebenfalls aus der DR Kongo migriert.

Die Organisation erklärte am Sonntag einen öffentlichen Gesundheitsnotstand von internationaler Bedeutung, betonte jedoch, dass es sich nicht um eine Pandemie-Notlage handelte. Ghebreyesus erläuterte, dass die Risikobewertung des Epidemiegeschehens auf nationaler und regionaler Ebene hoch, auf globaler Ebene jedoch gering war. Er betonte zudem, dass die Lage in der DR Kongo weitaus größer sei, und dass medizinisches Personal unter den Todesopfern stand, was besondere Besorgnis hervorrief.

Untersuchungen liefen, um die Dauer der Verbreitung des Virus festzustellen, doch die Priorität lag auf der Eindämmung der Übertragung. Der erste bekannte Fall war eine Krankenschwester, die am 24. April in Bunia, der Provinzhauptstadt Ituris, Symptome entwickelte und starb. Mehrere Gebiete in Ituri, darunter Mongwalu, Bunia, Rwampara und Nyakunde, waren von dem Ausbruch betroffen.

Die Bundibugyo-Spezies stellte zusätzliche Schwierigkeiten dar, da sie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr beobachtet worden war. Diese Spezies hatte nur zwei frühere Ausbrüche verursacht, wobei sie etwa ein Drittel der infizierten Personen tötete. Es existierte kein zugelassenes Impfstoff gegen Bundibugyo, und es gab keine spezifischen Medikamente zur Behandlung. Die Situation wurde zusätzlich durch jahrelangen Konflikt in der östlichen DR Kongo verschärft, was die Bewältigung des Virus erschwerte.

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