Die Demokratische Republik Kongo erlebte eine Besorgnis in den östlichen Provinzen durch die Wiederkehr des Ebola-Ausbruchs. In Mongbwalu, einer Bergbaustadt, herrschte Panik, da lokale Fälle gemeldet wurden und die Impfung gegen den Bundibudyo-Stamm fehlte. Die Bevölkerung sprach über die Gefahr, dass die Krankheit auf andere Gebiete überging. Die Weltgesundheitsorganisation erklärte den Ausbruch als „öffentliche Gesundheitsnotlage von internationaler Bedeutung“, nachdem über dreihundert Verdachtsfälle und achtzigundacht Todesfälle in der Kongo und zwei Todesfälle in Uganda gemeldet wurden.
Die Bewohner der Provinz Ituri erlebten eine wachsende Angst vor der Fortsetzung der Verbreitung der Seuche und ihren tödlichen Folgen. Die Wiederkehr des Ebola-Ausbruchs nach fast sechs Jahren endgültiger Ruhe führte zu großer Bestürzung unter den lokalen Akteuren. Ein zivilgesellschaftlicher Koordinator in Bunia betonte die Tragik der Lage, da bereits mehrere Dutzend Todesfälle verzeichnet wurden.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ausbruchs stellten eine zentrale Sorge dar. Die Anwohner befürchteten, dass die Behörden Beschränkungen verhängten, welche die Möglichkeit zur Erwerbstätigkeit in einer Region behinderten, die von bewaffneten Konflikten und Armut geprägt war. Ein Einwohner betonte, dass die Gesundheitskrise die Bevölkerung wirtschaftlich hart traf.
Die Ituri-Provinz, ein Handelszentrum und Migrationsknotenpunkt, das an Uganda und Südsudan grenzte, wurde durch den Ausbruch besonders betroffen. Die Region war zudem Schauplatz eines langjährigen Konflikts zwischen Milizen, die um Land und Mineralien kämpften. Dieser Konflikt hatte seit 1999 über fünfzigtausend Menschen getötet.
Die Gesundheitsbehörden reagierten auf die Krise. Der Gesundheitsminister der Kongo verkündete, dass die Regierung drei Behandlungszentren für Ebola in Ituri eröffnete. Die Regionale Büros der Weltgesundheitsorganisation lieferten Experten und medizinische Hilfsgüter an Bunia. Ein Mitarbeiter der internationalen Rettungskommission bemerkte, dass der anhaltende Konflikt die Eindämmung des Ausbruchs erschwerte. Die Gesundheitssysteme in der östlichen Kongo waren durch jahrelangen Konflikt und Vertreibung bereits überlastet.
Die Seuche, die durch den seltenen Bundibugyo-Stamm verursacht wurde, besaß weder eine zugelassene Behandlung noch einen Impfstoff. Forscher erwarteten, dass Kandidaten für einen Bundibugyo-Impfstoff Ende Mai oder im Juni in klinischen Studien eintraten. Gleichzeitig versuchten die Behörden, durch Schutz von medizinischem Personal und die Behandlung nach Symptomen, die Verbreitung zu kontrollieren. Es blieb jedoch die Herausforderung, die tief verwurzelte Stigmatisierung und falsche Mythen, die mit Ebola verbunden waren, zu bekämpfen.