Eine massive Eier-Rückrufaktion betraf fast anderthalb Millionen Dutzend Eier in den südlichen und südwestlichen Vereinigten Staaten. Die zuständige US-amerikanische Lebensmittelbehörde, die Food and Drug Administration (FDA), stufte den Rückruf als höchste Gefahr ein. Dies geschah nach Ermittlungen zu einem Salmonellen-Ausbruch, der schätzungsweise hundert Menschen krank machte.
Am 12. August reklassifizierte die FDA den Rückruf von fast 1,6 Millionen Eiern (weiß und braun, artgerecht produziert) aufgrund von Bedenken hinsichtlich einer Salmonellenkontamination. Die Behörde erklärte den Rückruf als Klasse I, was bedeutet, dass eine erhebliche Wahrscheinlichkeit bestand, dass die Verwendung oder die Exposition gegenüber dem fehlerhaften Produkt zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen oder zum Tod führen konnte.
Bis zum 24. Juli waren mindestens 98 Personen in 17 Bundesstaaten durch den Ausbruch, der mit den zurückgerufenen Eiern in Verbindung stand, erkrankt. Zudem wurden 26 Personen hospitalisiert. Die Erkrankungen traten zwischen November 2025 und Juni 2026 auf. Obwohl die FDA und das Centers for Disease Control and Prevention (CDC) über die Krankenhausaufnahmen informiert waren, wurden keine Todesfälle gemeldet.
Die Ursache des Problems identifizierte Midwest Poultry Services durch vorausschauende Umweltüberwachung und eine Analyse der Grundursache. Die Firma kündigte an, ab dem 22. Juli keine frischen Eier mehr von ihren Farmen in Texas zu vertreiben. Dennoch blieben die zurückgerufenen Eier ein Problem, da ihre Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdaten bis zum 17. August reichten.
Die betroffenen Produkte wurden in Texas und Louisiana produziert und in verschiedene Regionen der südlichen und südwestlichen USA sowie in Lebensmittelhandelsgeschäften in Arkansas, Louisiana, Mississippi, New Mexico und Oklahoma versandt. Die Eier waren in Kroger- und Brookshire-Geschäften sowie in anderen kleineren Einzelhandelsgeschäften erhältlich. Midwest Poultry Services hatte Verbraucher zuvor gewarnt und sie auffordert, die Produkte an den Verkaufsort zurückzugeben.
Dieser Rückruf erfolgte inmitten einer Reihe von gesundheitlichen Krisen im Zusammenhang mit der Lebensmittelsicherheit in den Vereinigten Staaten. Die USA erlebten eine der größten dokumentierten Lebensmittelinfektionsausbrüche ihrer Geschichte, wobei bestätigte Fälle von Cyclosporiasis bei Salat über 13.000 erreichten. Ein weiterer Salmonellen-Ausbruch bei Jalapeños führte ebenfalls zu einem Rückruf von Produkten von Taylor Farms in 26 Bundesstaaten. Die FDA kündigte daraufhin Änderungen ihrer Regeln zur Benachrichtigung von Lebensmittelherstellern an, doch diese Anpassungen entsprachen nicht den Versprechen der Regierung, die die Lebensmittelvorschriften umfassend zu überarbeiten versprach.