Viele australische Erstkäufer nutzten das staatliche Eigenheim-Zuschuss-Programm mit einem Zinssatz von fünf Prozent. Besonders bemerkenswert war die Beteiligung von Haushalten mit hohem Einkommen, wobei einige Kreditnehmer Einkommen von über 200.000 Dollar erzielten. Ökonomen warnten davor, dass die Zuwanderung von Hochverdienern in das Programm die Immobilienpreise durch die Erhöhung der Kaufkraft für Personen trieb, die diese Kaufkraft ohnehin besaßen.
Die frühere Regierung installierte ein Schema, das einkommensabhängige Grenzen für Erstkäufer festlegte. Die Labor-Regierung hob letztes Jahr jedoch die Einkommensgrenzen für Alleinverdiener auf 125.000 Dollar und für Ehepaare auf 200.000 Dollar an, womit sie ein vorwährendes Wahlversprechen erfüllten. Diese Änderung führte dazu, dass eine erhebliche Anzahl von Darlehen staatlich gefördert wurden.
Daten aus Housing Australia zeigten, dass das Programm zwischen dem 1. Oktober und dem 30. April 15.924 Darlehen für Alleinverdiener und 23.790 Darlehen für Ehepaare unterstützte. Von diesen staatlich geförderten Darlehen bezogen 6.812 Alleinverdiener mit Einkommen über 125.000 Dollar und 7.167 Ehepaare mit Einkommen über 200.000 Dollar Unterstützung. Fast tausend Alleinverdiener mit einem Einkommen von 200.000 Dollar oder mehr sowie 1.251 Paare mit einem kombinierten Einkommen von 275.000 Dollar oder mehr genossen den staatlich geförderten fünfprozentigen Zinssatz.
Amy Auster, Chef-Exekutive des Policy Institute Australia, erklärte, dass die Aufhebung der Obergrenzen dazu führte, dass die Unterstützung Personen mit besseren finanziellen Verhältnissen erreichte. Sie betonte, dass die staatliche Unterstützung traditionell jenen zugutekam, die sie am dringendsten benötigten. Ein unabhängiger Ökonom, Saul Eslake, argumentierte, dass das Schema wahrscheinlich von Personen genutzt wurde, die die Häuser ohnehin kaufen würden, während sie gleichzeitig ihre Schulden aufschlugen. Er stellte fest, dass die Art und Weise, wie das Programm von Albanese erweitert wurde, den Kern der Wohnungsprobleme berührte.
Obwohl die Regierung das Programm als Bemühung zur Senkung der Anzahlungshürde propagierte, zeigte die Statistik, dass die meisten bestehenden Erstkäufer das Schema lediglich annahmen. Im Durchschnitt nahmen alle Erstkäufer zwischen Oktober und März 10.181 Darlehen auf. Dies entsprach nur einem Anstieg von weniger als drei Prozent gegenüber den vorangegangenen sechs Monaten, was darauf hindeutete, dass das Programm noch keine signifikante Wirkung auf den Immobilienbesitz hatte. Da der Wohnungsmarkt nun in eine Abschwungphase trat, verzeichnete die Erstkäuferaktivität seitdem einen Rückgang.