Eine neue Obsession für Eishockey-Romantik entstand durch die Veröffentlichung der Serie „Heated Rivalry“, einer kanadischen Produktion, die im Januar in Großbritannien auf Streaming-Plattformen erschien und weltweite Bekanntheit für ihre Darsteller Hudson Williams und Connor Storrie erlangte. In jüngster Zeit veröffentlichte Amazon Prime „Off Campus“, eine weitere Adaption eines Eishockey-Romanes, welche laut dem Streamingdienst sofort zu seiner populärsten Sendung weltweit wurde. Die Serie basierte auf den Werken der kanadischen Autorin Elle Kennedy, deren Bücher zwei Millionen Exemplare verkauften. Die Sendung erhielt von Fans Lob für ihre Darstellung weiblichen Verlangens, emotional intelligente männliche Charaktere sowie spannende sportliche Action. Die Handlung beschrieb die Beziehungen und emotionalen Dramen von College-Eishockey-Spielern an einer fiktiven Universität in Boston.
Die Inhalte der Serie stützten sich auf die Intensität des Sports, welche Meagan Carioti, eine Content-Erstellerin, als „heißen, leidenschaftlichen Sport“ bezeichnete, der sich „sehr gut in Romantik übersetzt“. Sophie Bonser, eine Social-Media-Managerin und Eishockey-Enthusiastin, erklärte, dass das Interesse an Eishockey außerhalb Nordamerikas teilweise aus der Neuheit resultierte, da die Menschen den Sport nicht in jungen Jahren spielten. Spiele seien oft niedrigpunktiert gewesen, was zu angespannten, knappen Siegen führte. Sophie betonte: „Jedes Spiel war ein Hochrisiko, was sich gut im Fernsehen darstellte.“
Die männlichen Charaktere der Serie, wie Garrett Graham, Dean Di Laurentis und John Logan, verfehlten die typischen „Jock“-Stereotypen, die Zuschauer in Sportdramen gewohnt waren. „Off Campus“ thematisierte den Slang „Puck Bunny“, der weibliche Eishockey-Fans beschrieb, die sich stärker für die Spieler als für das Spiel selbst interessierten. Die Sendung betonte jedoch die Notwendigkeit, dass Eishockey-Spieler Frauen respektierten, anstatt sie auszubeuten. Einige weibliche Zuschauer lobten Szenen, in denen männliche Charaktere die sexuelle Zufriedenheit von Frauen zeigten. Meagan Carioti empfand es als „sehr kraftvoll“, wenn weibliche Freuden und Wohlbefinden in einer Fernsehsendung thematisiert, priorisiert und wertgeschätzt wurden.
Oliver Zane, ein Content-Ersteller, der auf Plattformen Reaktionen zu „Off Campus“ veröffentlichte, betonte die Qualität der weiblichen Autoren. Er erklärte, dass die Art und Weise, wie Frauen in der Sendung priorisiert wurden, ein großer Anreiz sei, und er genoss es, die Gefühle von Frauen besser zu verstehen. Er sah in der Charakterisierung von Hannah Wells, Garretts Freundin, eine Stärke der Sendung. Hannahs Hauptgeschichte behandelte die Folgen ihrer Erfahrung von sexueller Gewalt in der Schule, und ihr männlicher Partner zeigte diesen Traumata sensibel. Oliver bemerkte, dass die Darstellung männlicher Charaktere, die verletzlich und emotional bewusst waren, eine wichtige Entwicklung darstellte.
Die Sendung behandelte zudem ernste Themen wie häusliche Gewalt, Sucht und finanzielle Unsicherheit. Meagan hoffte, dass „Off Campus“ die Eishockey-Romantik-Genre dazu anregte, mehr Respekt zu gewinnen, da dieser oft als „dumm, trivial und mädchenhaft“ abgetan wurde. Sie argumentierte, dass die Darstellung weiblicher Ermächtigung und die Behandlung schwerer Themen wie sexueller Gewalt und Gewalt in der Sendung wichtig waren. Oliver stimmte zu und betonte die Notwendigkeit, dass solche Produktionen nicht abgetan wurden, insbesondere in einer Zeit, in der junge Männer mit Hypermaskulinität konfrontiert waren. Er betonte, dass die emotionale Intelligenz der männlichen Charaktere und ihre Wertschätzung ihrer weiblichen Gegenstücke eine wichtige Botschaft vermittelten.