Fünfzehn Elefanten wurden außerhalb des Amboseli-Nationalparks in Südkenia tot aufgefunden. Die Behörden vermuteten, dass die Tiere durch das Verzehren von Tomaten getötet wurden, die mit Pestiziden auf nahegelegenen Farmen besprüht worden waren. Die Kenya Wildlife Service (KWS) stellte in ersten Labortests Cyanid in Proben aus den Kadavern der Tiere fest.
Zehn der Elefanten zeigten Anzeichen von Lähmung und starben innerhalb von zwei Tagen. Die verbleibenden fünf Tiere waren bereits zum Zeitpunkt der Entdeckung tot. Die Ermittlungen dauerten an, doch die Naturschutzbeamten schlossen vorläufig jegliche kriminelle Beteiligung aus.
Um die Öffentlichkeit zu beruhigen, teilten die Naturschutzbehörden den lokalen Medien mit, dass die giftigen Substanzen, welche die Elefanten konsumiert hatten, für den Menschen kein unmittelbares Risiko darstellten. Dieses Ereignis löste jedoch erhebliche Bedenken hinsichtlich der Ausweitung landwirtschaftlicher Tätigkeiten in der Nähe des Parks aus, da Elefanten häufig auf landwirtschaftliche Flächen strömen, um Nahrung und Wasser zu suchen.
Das Parkgebiet und seine Umgebung bildeten das Amboseli-Ökosystem, eine weite Region, die an die Tansania grenzte und für ihre Tierwelt berühmt war. Die Beamten merkten an, dass dies das erste Mal seit Jahrzehnten war, dass in dieser Region, in der erfolgreich gegen Wilderei vorgegangen wurde, Todesfälle von solch großem Ausmaß bei Elefanten verzeichnet wurden.
Die Kadaver umfassten Elefanten unterschiedlichen Alters und Geschlechts, was darauf hindeutete, dass die Todesfälle nicht auf eine einzelne Familie oder eine bestimmte Demografie beschränkt blieben. Die Todesfälle traten im Zeitraum zwischen dem 24. Juni und dem 24. Juli 2026 ein. Daten des Amboseli Trust for Elephants zeigten, dass zum Zeitpunkt 2025 mehr als zweitausend Elefanten im Amboseli-Ökosystem existierten.