Eltern erhielten Leitlinien, welche die Veröffentlichung von Fotos ihrer Kinder in öffentlichen digitalen Räumen untersagten. Diese Empfehlungen entstanden aus der Sorge vor dem Anstieg von Material, das durch künstliche Intelligenz erzeugt wurde und als Kindespornografie klassifiziert wurde. Die Empfehlungen stammten von der Nationalen Kriminalagentur und der Internet Watch Foundation, welche die Gefahr durch Verbrechen und kriminelle Netzwerke betonten. Sie mahnten die Öffentlichkeit zur Achtsamkeit bezüglich der Risiken, die durch diese Technologie entstanden waren.
Die Behörden schlugen vor, dass Eltern ihre digitalen Konten privat stellten oder Bilder ihrer Kinder nur in geschlossenen Freundesgruppen teilten. Die Leitlinien erklärten nicht, wie man im Internet verhalten sollte, sondern forderten lediglich zur Kenntnisnahme der Problematik und zur Anwendung von Abwehrmaßnahmen. Des Weiteren rief man dazu auf, soziale Medien zu überprüfen, um alte Bilder zu identifizieren, die von Tätern genutzt werden könnten. Auch die Überprüfung von Zustimmungsvereinbarungen, welche für die Nutzung von Bildern durch Schulen oder Sportvereine unterzeichnet worden waren, wurde empfohlen.
Die Nationalen Behörden erklärten, dass die meisten Eltern nicht wussten, dass technologische Fortschritte Kriminellen öffentlich zugängliche Werkzeuge zur Erstellung von Kindespornografie lieferten, ohne Opfer direkt kontaktieren zu müssen. Eine Managerin der Abteilung für Kindespornografiebildung betonte, dass viele Eltern die Existenz dieses Problems nicht kannten. Die Internet Watch Foundation berichtete, dass die Menge an durch künstliche Intelligenz erzeugtem Kindespornografiematerial im vergangenen Jahr um vierzehn Prozent gestiegen war.
Zudem berichtete die Organisation von Fällen, in denen Minderjährige durch Erpresser bedroht wurden, nachdem ihre Bilder durch künstliche Intelligenz manipuliert worden waren. Es wurden Beispiele präsentiert, bei denen normale Selbstporträts in extreme Pornografie umgewandelt wurden. Auch Schulen wurden durch Erpresser angegriffen, welche Bilder von Schülern kopierten und mittels künstlicher Intelligenz in Kindespornografie umwandelten. Eine Beratungsstelle empfahl daher, dass Schulen identifizierbare Bilder von Schülern aus ihren Webseiten entfernten.
Ein Technologieexperte äußerte sich zurückhaltend, doch er erkannte an, dass es keine andere Option gab, als Eltern zur Vorsicht zu mahnen. Die Leitlinien forderten Eltern auf, die Sichtbarkeit von Kindheitsbildern zu begrenzen und über die Erteilung von Erlaubnissen zur Veröffentlichung von Bildern offen zu diskutieren. Die Organisation für Kinderrechte empfahl zudem, dass Minderjährige ihre Konten auf privater Einstellung hielten.