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Entkommener Tiger erschossen: Polizei reagierte auf Flucht eines Tieres

Verwirrung um Besitzerin und Bedingungen in Tierhaltung

Ein entkommener Tiger wurde von der Polizei erschossen, nachdem er einen Mann in einem Gehege angegriffen hatte. Die Polizei berichtete, dass ein siebzigjährige Mannin während der Tat schwer verletzt wurde, als er sich in dem Gehege befand. Der Tiger entkam dem Gehege, welches sich in einer privaten Anlage am Stadtrand von Leipzig befand. Die örtliche Polizei fand das Tier kurz darauf und erschoss es, um jegliches weitere Risiko für die Öffentlichkeit zu beseitigen.

Das Gehege befand sich auf einem Industriegebiet nahe der deutschen Stadt Schkeuditz. Das Tier war eines von acht Großkatzen, die auf diesem Gelände gehalten wurden. Die Anlage gehörte der umstrittenen Trainerin und privaten Besitzerin Carmen Zander, die sich als „Tigerkönigin“ Deutschlands bezeichnete. Die Polizei erklärte, dass die Flucht des Tieres Teil einer laufenden Untersuchung sei.

Der Kreis der Betroffenen erstreckte sich über die lokale Politik und die Öffentlichkeit. Der Bezirksbürgermeister Thomas Druskat forderte die Umsiedlung der anderen Tiere und äußerte sich ungläubig über mögliche Folgen, wenn jemand anderes verletzt worden wäre. Anwohner berichteten der Deutschen Presse-Agentur von der Tragödie und äußerten Bedenken hinsichtlich der Einhaltung angemessener Haltungsbedingungen.

Tierschutzorganisationen reagierten auf den Vorfall. Die Peta rief die Regierung dazu auf, tätig zu werden, und forderte strengere Regeln für die Haltung privat besitzter Tiere. Die Website der Trainerin beworbene zudem öffentliche Tierpfetzerlebnisse, bei denen Besucher die „250-kg-Krafttiere“ bespielen konnten. Diese Seite zeigte Bilder von acht Tigern, darunter Tiere, die in den letzten neun Jahren gestorben waren.

Die Polizei plante eine Drohnensuche, um sicherzustellen, dass das Gelände vollständig gesichert war. Die Untersuchung der Flucht des Tigers und der Zustände in der Anlage lief weiter.

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