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Katastrophe

Erdbeben in Kolumbien: Trümmer und Hoffnung in Cali

Angst und Rettungsbemühungen nach dem katastrophalen Einsturz des Torres del Limonar

Die Trümmer des Gebäudes Torres del Limonar bildeten am Dienstagmorgen eine zerbrochene Berglandschaft aus Schutt, Matratzen und Möbeln. Das Erdbeben der Stärke 7,4, das am Montag, dem 10. August, Kolumbien erschütterte, hatte eine verheerende Wirkung in der Stadt Cali. Das Gebäude, das in dem Viertel Capri lag, wurde zu einem Symbol der nationalen Tragödie und verstarb zusammen mit seinem Eigentümer. Die Stadt Cali, die über zwei Millionen Einwohner zählte, erlitt durch das Ereignis einen schweren Schlag.

Der Bruder von Efraín Gallego, der 80 Jahre alt war, befand sich unter den Trümmern begraben. Gallego zeigte sich zwar unerschütterlich in seiner Hoffnung, doch seine Worte über seinen Bruder zeigten tiefe Verzweiflung. Er sprach über die Angst, die ihn erfasste, und die ständigen Erneuerungen der Hoffnung, die durch jeden Hinweis auf ein überlebendes Leben ausgelöst wurden.

Die Behörden und Rettungskräfte begannen unverzüglich mit den Such- und Rettungsarbeiten. Mehr als hundert Menschen warteten auf Nachrichten. Laut dem Bürgermeister Alejandro Éder wurden am Montagnacht schätzungsweise fünfundzwanzig Personen unter den Trümmern eingeschlossen. Die Suchtrupps forderten absolute Stille, während sie tief in die Ruinen gruben, in der Hoffnung, einen Überlebenden zu entdecken.

In den ersten Stunden meldete ein Retter, dass bereits zehn Menschen gerettet worden waren. Lokale Medien berichteten von sechs Überlebenden, darunter ein Säugling, kurz vor der Ankunft des Berichterstatters. Solche Zahlen waren in der unmittelbaren Tragödie oft nur Schätzungen, doch sie gaben den Einsatzkräften eine gewisse Zuversicht. Die Sucharbeiten setzten fort, und Tunnel wurden angelegt, um die verbliebenen Personen zu befreien.

Neben den Rettungsarbeiten zeigte sich die Solidarität der Bevölkerung. Ehrenamtliche, Sanitäter und Freiwillige kamen zum Einsatz. Ein junger Freiwilliger namens Alejandro Mahecha engagierte sich aktiv, um die Räumung zu erleichtern und Hilfsgüter zu den Einsatzkräften zu bringen. Die Arbeit der normalen Bürger und Helfer war unerlässlich, um in dieser Zeit der Not Unterstützung zu leisten. Die Stunden zogen sich lang, und die Anspannung wuchs, doch die Hoffnung auf ein überlebendes Leben blieb ein zentraler Anker der Bemühungen.

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