Mehrere Menschen verschwanden in der Papierfabrik in Yatsushiro, nachdem ein Schornstein einstürzte. Berichten zufolge waren mehrere Personen vom Nippon Paper Industries Yatsushiro-Werk in der Präfektur Kumamoto verschwunden, nachdem ein Schornstein dort zusammenbrach. Die Polizei und die Feuerwehr untersuchten den Vorfall umgehend. Das Werk befand sich in der Stadt Yatsushiro.
Die Auswirkungen des starken Erdbebens, das Kumamoto traf, führten zu erheblichen Schäden. Das Kumamoto-Schloss, eines der ältesten und bekanntesten Burgen Japans, erlitt ebenfalls Schäden. Die Verwaltung des Schlosses erklärte, dass die täglichen Arbeiten aufgrund der Auswirkungen des Erdbebens ausgesetzt wurden und alle auf ihre eigene Sicherheit achten sollten.
Im Zusammenhang mit dem Beben stürzte ein Zug auf der Yatsushiro-Station ab und kippte auf die Seite. Auch Steinmauern am Kumamoto-Schloss wurden beschädigt. Ein Priester eines Shinto-Schreins in der nahegelegenen Stadt Mashiki berichtete, dass einige Steinstrelen herunterfielen und er befürchtete, dass der Hauptsaal und das Tor erneut kippen würden.
Die Infrastruktur erlitt weitreichende Folgen. Kyushu Electric Power meldete, dass 48.000 Haushalte Strom verloren. Die Eisenbahngesellschaft JR Kyushu setzte ihre Dienste, einschliesslich der Hochgeschwindigkeitszüge, aus. Der Flughafen Kumamoto schloss seine Startbahn, da Fluggesellschaften Flüge umleiteten und annullierten. Telekommunikationsanbieter unterbrachen ihre Mobilfunkdienste aufgrund von Strommangel und Ausfällen an Übertragungsleitungen.
Die Katastrophenschutzbehörde rief rund 300.000 Menschen zur Evakuierung in Schutzzentren auf. Die Erdbebenzone lag etwa zwanzig Kilometer südlich von Kumamoto, der grössten Stadt auf der zentralen Kyushu-Insel mit etwa 700.000 Einwohnern. Beamte der Japanischen Meteorologischen Behörde warnten vor weiteren starken Beben und dem Risiko von Erdrutschen in den betroffenen Gebieten.
Der Premierminister Japans, Sanae Takaichi, versicherte den Journalisten, dass die genaue Zahl der Opfer und das Ausmass der Schäden noch bewertet wurden. Sie betonte, dass es zu Stromausfällen, Bränden sowie Schäden an Strassen und Brücken und dem Einsturz von Gebäuden gekommen war. Unternehmen wie TSMC, Sony und Fujifilm evakuierten ihre Mitarbeiter aus der Region als Vorsichtsmassnahme. Die Internationale Atomenergie-Organisation bestätigte, dass keine Schäden oder Sicherheitsbedenken am Kernkraftwerk in Sendai nach dem Erdbeben auftraten.
Die Regierung stellte ein „Notfall-Sammelteam“ zur Bewältigung der Katastrophe zusammen. Die Behörden überwachten die Situation weiterhin und versuchten, die Lage zu stabilisieren.