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Wissenschaft

Erdbeben nahe Neapel: Verletzte und Infrastruktur betroffen

Stärkstes Beben in vierzig Jahren löste Stromausfälle und Gebäudeschäden aus

Ein Erdbeben der Stärke 4,7 Magnitude erschütterte eine Region südlich von Neapel in Italien. Das Ereignis, das am Freitagabend um 19:46 Uhr stattfand, verursachte Verletzungen bei mindestens 21 Personen und führte zu erheblichen Störungen der öffentlichen Verkehrsmittel sowie Schäden an Gebäuden und einer Pier in Campi Flegrei, dem Standort des größten Vulkankraters Europas.

Das Beben stellte das stärkste Beben in dieser Region seit vierzig Jahren dar und löste den Einsturz eines Teils einer Klippe aus. Mehr als 250 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, während viele Anwohner die Nacht auf der Straße verbrachten, da sie befürchteten, ihre Gebäude würden einstürzen. Ein Retter berichtete, dass nur eine Person durch ein Wunder überlebte.

Das Erdbeben war Teil eines andauernden seismischen Schwarmes, wie das nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie Italiens erklärte. Nach dem Hauptereignis registrierten Seismographen etwa sechzig weitere Beben, darunter ein Beben der Stärke 3,1 um 5:47 Uhr morgens, welches auch in Bacoli und Pozzuoli spürbar war.

Der schwerste Schaden trat in Pozzuoli auf, nahe dem Epizentrum des Bebens. Ein Gebäude stürzte teilweise ein und große Trümmer zermalmten geparkte Fahrzeuge, jedoch ohne Personenverletzungen. Neun Gebäude wurden aufgrund der laufenden Inspektionen als unsicher eingestuft.

Die Infrastruktur erlitt erhebliche Beeinträchtigungen. Feuerwehrleute berichteten von blockierten Aufzügen und dem teilweisen Einsturz einer Hochspannungsleitung, die den Agnano-Bereich von Neapel versorgte und dadurch hunderttausend Haushalte betroffen waren. Die Hafenbehörde erklärte, die Pier in Pozzuoli sei unbrauchbar geworden, und die Fähren- und Hydrofoil-Dienste zu den Inseln wurden eingestellt. Auch die Hochgeschwindigkeitszüge erlebten Verspätungen von bis zu sechs Stunden.

Einige Anwohner drückten ihre Verzweiflung aus. Sie berichteten, dass sie sich in der Straße zurückließen und niemand auftauchte, um Hilfe zu leisten oder Anweisungen zu geben. Es bestand die Sorge, dass der Berg weiter kollabieren könnte. Kritiker bemängelten, dass die Situation vorhersehbar gewesen sei, da bereits seit anderthalb Jahren Probleme mit dem Berg bestanden. Die Gemeinde wußte von der Lage und handelte nicht, was zu der aktuellen Situation beigetragen habe.

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