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Welt

Erdbeben in Venezuela: Internationale Hilfe mobilisiert

USA, Kuba und Iran beteiligten sich an der globalen Rettungsaktion nach den verheerenden Beben

Die Welt reagierte auf die verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela, die am Abend des 24. Juni mit einer Stärke von 7,2 und 7,5 Schockwellen die Region erschütterten. Die Erschütterungen führten zu mindestens 164 Todesfällen und verletzten fast tausend weitere Menschen. Besonders stark betroffen waren die Hauptstadt Caracas sowie Gebiete im Norden des Landes, wobei erhebliche Sachschäden entstanden. Sprecher der internationalen Rotkreuz- und Halbmondgesellschaften merkten an, dass das Erdbeben auf bereits bestehende Herausforderungen folgte, welche die Fähigkeit des Landes zur Bewältigung der Katastrophe zusätzlich erschwerten.

Die Situation in Venezuela war bereits durch eine wirtschaftliche Krise, Überschwemmungen und gesundheitliche Probleme belastet. Experten bemerkten, dass das Gesundheitssystem in Teilen bereits schwach war und durch die Zahl der Verletzten überfordert wurde. Die internationale Gemeinschaft reagierte schnell mit Solidarität und konkreten Hilfsangeboten. Der US-Außenminister Marco Rubio versprach eine umfassende Reaktion der Regierung, wobei das Verteidigungsministerium eine bedeutende logistische Rolle spielte. Gleichzeitig boten lateinamerikanische Staaten wie Mexiko, Brasilien und Kuba ihre Unterstützung an. Cubanische medizinisches Personal stellte sich sofort zur Verfügung und leistete medizinische Dienste für die betroffene Bevölkerung.

Weitere europäische Staaten engagierten sich aktiv. Die Niederlande bereitete zwei Millionen Euro für den Versand eines Rettungsteams mit Personal, Hunden und Ausrüstung zur Verfügung. Spanien und Frankreich versprachen, zahlreiche Retter entsenden zu lassen, während Deutschland sechs militärische Transportflugzeuge zusagte. Auch die Schweiz bot Notfallteams und Rettungshunde an. Iran zeigte seine Bereitschaft, jegliche Hilfe bei den Hilfs- und Rettungsoperationen zu leisten und drückte Solidarität mit der Regierung und dem Volk Venezuelas aus. China erklärte ebenfalls seine Bereitschaft, alle benötigten Mittel zur Verfügung zu stellen.

Der UN-Humanitäre Leiter Tom Fletcher betonte, dass die Solidarität und die praktischen Angebote aus der Region sowie aus dem Ausland hervorragend waren. Er betonte zudem, dass die kommenden Tage eine massive kollektive Anstrengung erforderten, um die staatlich geleitete Reaktion zu unterstützen und den Gemeinschaften zu helfen. Er betonte, dass eine anhaltende internationale Unterstützung für humanitäre Organisationen vor Ort unerlässlich und dringend sei.

Die Erdbeben, die die stärksten seit 1900 waren, zwangen Retter und lokale Bevölkerung dazu, in der Dunkelheit durch zerfallende Wohngebäude zu klettern, um Überlebende zu suchen und Menschen aus den Trümmern zu befreien. Die humanitäre Lage verschärfte sich dramatisch: Sieben Millionen Menschen benötigten humanitäre Hilfe, was fast 28 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachte. Anhaltende Lücken in den grundlegenden Dienstleistungen – wie Gesundheitswesen, Wasser, Bildung und Energie – blieben die kritischsten Bedürfnisse der gefährdeten Menschen. Der Plan für die humanitäre Reaktion in Venezuela war drastisch unterfinanziert; von den zugesagten 632,2 Millionen Dollar wurden nur 146,9 Millionen Dollar geliefert. Experten warnten davor, dass das tiefe Leid der Menschen in Venezuela zu lange vernachlässigt worden sei. Spender mussten dringend ihre Unterstützung erhöhen, da dieses Erdbeben eine Katastrophe auf einer bereits bestehenden Krise darstellte und keine Verzögerung in dieser Unterstützung geduldet werden könne.

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