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Politik

Erdbeben traf Venezuela: Ein Schlag in eine bereits unsichere Nation

Unruhe und Infrastrukturprobleme verschärften die Lage nach den jüngsten Erschütterungen

Die Erdbeben, die Venezuela am Mittwoch heimsuchten, stellten einen verheerenden Schlag für ein bereits von Unsicherheit geplagtes Land dar. Die Zahl der Todesopfer in den mächtigen Doppelbeben stieg weiter an, was die Tragweite dieser Naturkatastrophe unterstrich. Die Ereignisse entfalteten eine tiefe Verwundung in einer Nation, die bereits durch politische und wirtschaftliche Turbulenzen gekennzeichnet war.

Wenige Monate vergingen seitdem, als Nicolás Maduro, der linksorientierte Führer, der das Land seit 2013 regierte, durch eine Morgenraids der US-Truppen in seiner Präsidentschaftsresidenz in Caracas gefasst wurde. Er wurde nach New York gebracht, um sich wegen Drogenhandel anzuklagen. In dieser Zeit regierte Maduros Verbündete, Delcy Rodríguez, was den Oppositionsunterstützern, die eine Führung durch María Corina Machado unter der Trump-Administration erhofft hatten, große Unzufriedenheit bereitete.

Rodríguez reagierte auf das Erdbeben und enthüllte damit Aspekte, die sich seit der Verhaftung von Maduro nicht verändert hatten, sowie die zahlreichen Herausforderungen, denen die geschädigte Infrastruktur des Landes gegenüberstand. Sie sprach nach den Beben über den Nationalfernsehkanal VTV und forderte vor allem Einheit unter den venezolanischen Bürgern, die über ein Jahrzehnt hinweg tief gespalten waren zwischen jenen, die Maduro und seinen Mentor Hugo Chávez unterstützten, und jenen, die ihn ablehnten.

Rodríguez erklärte zudem einen Notstand und beauftragte General Juan Ernesto Sulbarán, den Kommandeur der Nationalgarde Venezuelas, die Notfallreaktion zu leiten. Die Struktur der Regierung zeigte die tief verwurzelte Abhängigkeit von militärischen Führern: Viele Ministerien lagen jahrelang in den Händen von Generälen, und Analysten sahen in diesem Mangel an Fachwissen einen wesentlichen Grund für den Verfall der Infrastruktur.

Die mangelnde Expertise manifestierte sich besonders in den Bereichen Wohnungsbau und Energie. Unter der Beobachtung der Trump-Administration ersetzte Rodríguez den General, der das Ministerium für Wohnen leitete, durch einen Zivilisten mit Architekturabschluss, und den General, der das Energieministerium leitete, durch einen Elektrotechniker. Dennoch führten jahrelange Engpässe, verschärft durch US-Sanktionen, und eine schlechte Verwaltung dazu, dass der öffentliche Wohnungsbestand besonders stark erodierte. Der Zusammenbruch der staatlichen Zementindustrie nach der Nationalisierung durch Chávez führte zu Mangel an Baumaterialien, wodurch notwendige Reparaturen an Gebäuden oft nicht durchgeführt wurden und diese anfälliger für Einstürze machten.

Rodríguez äußerte ihre Dankbarkeit gegenüber ausländischen Regierungen, die Unterstützung angeboten hatten. Sie nannte dabei insbesondere den US-Präsidenten Donald Trump und seine Regierung, die „in ständigem Kontakt mit allen unseren Behörden standen und Unterstützung sowie Solidarität boten“. Diese Bereitschaft, kritische Hilfe anzunehmen, stellte einen klaren Bruch mit den politischen Strategien Maduros dar, der nur Hilfe von ideologischen Verbündeten akzeptierte. Diese Offenheit für Hilfe bot den Betroffenen eine Hoffnung inmitten der Qual und der Ungewissheit.

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