Zwei Erdbeben von Magnitude 7,2 und 7,5 trafen innerhalb von neununddreißig Sekunden in der Nähe der Stadt Morón in Venezuela ein. Die Erschütterungen führten zu erheblichen Verlusten, wobei Hunderte von Menschen starben und Tausende verletzt wurden. Die unmittelbare Reaktion der Regierung erfolgte schnell, als die Präsidentin Delcy Rodríguez die schlimmsten Schäden, die bisher verzeichnet wurden, in der Hauptstadt Caracas und entlang der nördlichen Küste feststellte. Sie übermittelte sofortige Beileidsbekundungen an die Angehörigen der Opfer.
Die am stärksten betroffenen Gebiete lagen in der Hauptstadt. In La Guaira, der Küstenregion rund um den Flughafen, kollabierten Dachabschnitte bei Fluchtreisenden, und die Behörden schlossen den Flughafen unverzüglich aufgrund der schweren Schäden. Auch die Metro- und Bahnnetze wurden eingestellt. Westlich von La Guaira berichteten Quellen über den Einsturz von Dutzenden von Gebäuden, darunter Strandhotels und Wohnkomplexe in Catia La Mar, wobei das Viertel Playa Grande besonders stark betroffen war. Rettungsarbeiten wurden intensiv aufgenommen, um Leben zu retten.
Im zentralen Caracas waren die Stadtviertel Altamira und Los Palos Grandes betroffen, welche verschiedene ausländische Botschaften und gehobene Wohnsitze beherbergten. Ein Reporter des Guardian beobachtete den Einsturz von mindestens drei Gebäuden in Altamira, und Berichten zufolge befanden sich einige Menschen unter den Trümmern. Im JW Marriott Hotel, welches als unoffizielle Botschaft der Vereinigten Staaten diente, wurde ebenfalls stark erschüttert. Im Baruta-Bezirk starben drei Personen infolge des Einsturzes zweier Gebäude. Der Bezirksbürgermeister des Chacao-Distrikts berichtete zudem, dass vier Gebäude einstürzten und zwanzigundzwanzig Menschen ins Krankenhaus gebracht wurden.
Das Epizentrum der Beben lag einige Kilometer westlich der Hauptstadt, im Umland nahe der Küstenstadt Morón im Bundesstaat Carabobo. In Naguanagua stürzten Gebäudewände ein, und in Valencia versammelten sich die Einwohner vor den beschädigten Strukturen. Die Lage erforderte eine umfassende Koordination der Rettungsdienste und eine schnelle Schadensbegutachtung der Infrastruktur.