Acht Menschen starben nach einem Erdrutsch, der eine Mädchenschule innerhalb eines Flüchtlingslagers in Bangladesch traf. Das islamische Studienzentrum in der Küstenstadt Cox’s Bazar wurde am Mittwoch Nachmittag von Schlamm und Trümmern begraben, was zu verzweifelten Such- und Rettungsmaßnahmen führte. Es blieb unklar, wie viele Personen sich in der Schule befanden.
Die Region erlebte seit Sonntag Monsunregen, und mehrere tödliche Erdrutsche wurden in Cox’s Bazar gemeldet. In diesem Gebiet leben über eine Million Rohingya-Flüchtlinge, die vor einem brutalen militärischen Vorgehen in Myanmar flohen. Diese Menschen, die primär muslimisch waren, wurden von der Regierung des buddhistisch geprägten Landes Myanmar vom Bürgerrecht ausgeschlossen.
Rettungseinsätze holten dreizehn Personen aus dem Schlamm, wobei acht von ihnen starben, wie der Kommissar für Flüchtlingshilfe und Repatriierung Mohammed Mizanur Rahman berichtete. Einige der Opfer waren sieben, acht, elf oder zwölf Jahre alt. Die verbliebenen fünf Kinder wurden zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht.
Zuvor gaben Beamte an, dass seit Sonntag weitere Erdrutsche mindestens acht Rohingya-Flüchtlinge, darunter fünf Kinder, getötet hatten. Viele Rohingya, eine der vielen ethnischen Minderheiten Myanmars, flohen im Jahr 2017 vor dem militärischen Vorgehen und gelangten in die benachbarte Region Bangladesch.
Die Flüchtlinge lebten in Bangladesch oft unter prekären Bedingungen, in provisorischen Unterkünften aus Planen und Bambus auf steilen Hängen. Die Behörden gaben Warnungen vor weiteren Erdrutschen und Überschwemmungen und evakuierten Familien aus den gefährdeten Gebieten. Die Wettervorhersagen deuteten auf weitere Niederschläge in den kommenden Tagen hin.