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Wissenschaft

Erste Pelikane in 360 Jahren schlüpften in St James’s Park

Nach langer Wartezeit wurde die Bruttradition wiederbelebt

Die ersten Pelikane schlüpften in London in St James’s Park, eine historische Entwicklung nach 360 Jahren. Sie trafen dort kurz vor dem Großen Brand Londons auf, als der russische Botschafter ein Paar als Geschenk dem König Karl II. darbrachte. Obwohl die Vögel seit 1664 im königlichen Park lebten, hatte niemand jemals die Kunst der Balz erlernt. Nun wurde nach langer Wartezeit zum ersten Mal in mehr als drei Jahrhunderten ein Küken geboren.

Der erste der vier Jungvögel schlüpfte am 17. Mai, und alle überlebten ihre erste Monat, was den Leiter des Royal Parks, Mark Wasilewski, sehr erfreute. Er erklärte, dass dies für den Park eine bemerkenswerte Neuerung darstellte. Die sechs erwachsenen Großweißen Pelikane, darunter die Männchen Sun und Moon sowie die Weibchen Star, Isla, Tiffany und Gargi, bildeten die Basis für diese Wiederbelebung.

Wasilewski erläuterte die traditionellen Brutbedingungen. Pelikane brüteten normalerweise erst in großen Gruppen von zehn oder mehr, doch der Park hatte stets nur zwischen zwei und sechs Vögeln gehabt. Aufgrund des Verlusts der älteren Vögel entschieden sie sich, die Tradition fortzusetzen und neue Brutvögel aufzunehmen. Fünf Eier lagen in drei Nestern, und die ältere Weibchen Gargi und Star teilten sich ein Nest. Es blieb unklar, welcher der beiden Männchen die Eier gelegt hatte.

Die Jungvögel zeigten eine beeindruckende Wachstumsrate. Sie wuchsen von der Größe einer Taube im ersten Monat bis zur Größe eines sehr kleinen Enten in der zweiten Woche. Die Küken besaßen einen furchterregenden Appetit, und sie erschienen zunächst unansehnlich, schwarz und ohne Federn. Sie begannen jedoch, eine zarte kastanienbraune Unterfieder zu entwickeln. Die Vögel waren anfällig und mussten erst im Alter von zwölf Wochen ins Wasser gehen, um ihre Eltern zu erreichen.

Die Experten arbeiteten mit verschiedenen Institutionen zusammen, um den Küken fachkundige Pflege zu gewährleisten. Die Vögel wurden nach einem Ausbruch der Vogelgrippe auf der Duck Island freigelassen. Dort entdeckten die Beobachter am 13. April, dass die Vögel ein Nest gründeten. So wussten die Experten nun, was die Vögel taten, als sie auf der Insel isoliert waren.

VogelweltLondonNaturBrut

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