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Wirtschaft

EU-Grenzkontrollsystem triplierte Wartezeiten

Technische Fehler und Komplexität führten zu massiven Verzögerungen bei Passkontrollen

Das neue Grenzsystem der Europäischen Union triplierte die Zeit, die britische Staatsbürger für die Passkontrolle benötigten. Dies berichtete ein Verantwortlicher am Hauptflughafen Roms. Die Einführung des digitalen Systemes führte zu erheblichen Engpässen, was Fluggesellschaften warnte, Reisende auf längere Wartezeiten vorzubereiten. Die Situation zeigte, dass die technische Umsetzung des Systems noch nicht den Anforderungen entsprach.

Das digitale System zur Ein- und Ausreise (EES) verlangte von Nicht-EU-Bürgern, die das Schengen-Gebiet betraten, die Erfassung von Fingerabdrücken und Fotos bei Ankunft. Diese Daten wurden bei der Ausreise überprüft. Die Registrierung erfolgte oft über automatisierte Geräte oder durch Grenzbeamte, insbesondere für Minderjährige. Die Einführung dieser neuen Verfahren und Geräte begann bereits im Oktober.

Passagiere berichteten von Stundenlangen Warteschlangen an den Passkontrollen. In Rom verbrachte eine Familie zwei Stunden in der Warteschlange, um die Passkontrolle zu passieren. Andere Reisende erlebten Verzögerungen von über einer Stunde, da einige Maschinen funktionierten. Die Komplexität des Systems erhöhte die Bearbeitungszeit für britische Staatsbürger von sieben auf zwanzig Minuten.

Der Flughafenbetreiber betonte, dass die Integration der neuen Verfahren zwar Verbesserungen brachte, die Komplexität des Gesamtsystems jedoch weiterhin eine Verlängerung der Wartezeiten verursachte. Ein Luftfahrtbeamter äußerte die Notwendigkeit einer dringenden Korrektur bestimmter Aspekte des Systems. Er forderte die Entfernung von Doppelungen im Prozess und sah die Notwendigkeit, dass mehr Staaten die EU-Vorregistrierungsanwendung nutzten.

Ferner traten technische Probleme in den Vordergrund. In Portugal berichteten Grenzbeamte von Verzögerungen, da das IT-System Fehler aufwies. Server, die miteinander verbunden waren, erzeugten manchmal Abstürze, welche die Systeme in allen Mitgliedstaaten betrafen. Diese Störungen erforderten Zeit für Neustarts. Mehr Grenzbeamte wurden rekrutiert, um die Belastung zu mindern und die Prozesse effizienter zu gestalten.

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