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Wirtschaft

Euro-Banknoten-Neugestaltung: Kultur oder Tierwelt?

Umfrage und Vorschläge beeinflussten die Wahl der Motive für die neue Währung.

Die Frage, welche Darstellungen die neuen Euro-Banknoten zeigen sollten, beschäftigte die Bevölkerung Europas intensiv. Über sechs Millionen Menschen nahmen an einer Umfrage teil, die innerhalb einer Woche nach ihrer Veröffentlichung durchgeführt wurde, um zu bestimmen, ob die neu gestalteten Banknoten kulturelle Persönlichkeiten oder Tier- und Wasserwelt abbilden sollten. Die Entscheidung über die Gestaltung der Währung stellte somit eine zentrale Identitätsfrage für den europäischen Raum dar.

Die Europäische Zentralbank (EZB) präsentierte letzte Woche zehn Vorschläge für eine vollständige Neugestaltung der Banknoten, die seit der Einführung des Papiergeldes im Jahr 2002 nicht mehr existiert hatten. Diese Vorschläge umfassten fünf Entwürfe zum Kulturthema und fünf zum Thema Wildtiere. Jede Variante bot eine unterschiedliche grafische Interpretation von Farben und Motiven für die Banknoten der Werte fünf, zehn, zwanzig, fünfzig, hundert und zweihundert Euro.

Die kulturelle Landschaft Europas wurde auf der Vorderseite der Banknoten durch Persönlichkeiten wie die Sopranistin Maria Callas, der Komponist Beethoven, die Wissenschaftlerin Curie, Cervantes, Leonardo da Vinci und die Friedensaktivistin Bertha von Suttner repräsentiert. Für die Tierwelt-Motiven wählten die Vorschläge Vögel wie den Trauerndrossel, den Reiher, den Honigfalter, den Weißstorch, den Reiher und den Nordgänse. Diese Tiere wurden über verschiedene Landschaften des Kontinents dargestellt.

Die Ergebnisse der Umfrage, die auf der Webseite der EZB veröffentlicht wurden, lieferten wichtige Impulse für die Entscheidung. Ein Sprecher der Zentralbank erklärte, dass das Ergebnis einer zweiten quantitativen Erhebung sowie das Urteil einer Jury von Designern ebenfalls eine Rolle bei der Auswahl des Gewinns im Jahr 2026 spielten. Es wurde erwartet, dass keine Kombination beider Themen in die endgültige Gestaltung einfloss.

Die neuen Banknoten, die weiterhin auf Papier und nicht auf Polymer gedruckt wurden, würden erst ab 2030 oder 2031 in Umlauf kommen. Die zehn ausgewählten Entwürfe, die aus über 1.241 Anträgen stammten, stammten von Kreativen, die normalerweise keine Banknoten entwarfen. Einige Designs unterschieden sich radikal von der Gestaltung von Geld in anderen Teilen der Welt.

Der Hauptgrund für die Neugestaltung lag darin, die Identifikation mit der Währung zu erhöhen und sie grafisch bedeutsamer zu gestalten. Die Zentralbank strebte danach, von der bisherigen Neutralität abzuweichen. Die Auswahl der kulturellen Ikonen spiegelte die Vielfalt der Eurozone wider und zeigte Künstler und Denker, deren Werke über Grenzen hinweg erklärten. Die Auswahl der Vögel und Gebäude sollte die Verbindung zwischen den europäischen Institutionen in Städten wie Brüssel und Frankfurt verdeutlichen.

EuroBanknotenEZBDesign

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