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Wissenschaft

Europäische Hitze: Wissenschaftler berichteten über Rekordtemperaturen und extreme Warnungen

In Deutschland und Großbritannien herrschte Hitzestress; Reise- und Unterkunftsbereiche erlebten massive Nachfrage

Die Europäische Hitze brach Rekorde. Wissenschaftler der World Weather Attribution Group analysierten die Wetterdaten und stellten fest, dass die Temperaturen in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien zwischen fünf und zwölf Grad über dem saisonalen Durchschnitt lagen. In einer Studie fanden die Forscher heraus, dass in 45 Prozent der 854 untersuchten europäischen Städte entweder Rekordtemperaturen brachen oder diese voraussichtlich erreichen würden. Die Wissenschaftler nutzten die sogenannte feuchte-Kugel-Temperatur, eine Messgröße, welche die Lufttemperatur, die Luftfeuchtigkeit, die Windgeschwindigkeit und die Sonneneinstrahlung vereinte, um den Grad des Hitzestresses, dem die Menschen in den Außenbereichen ausgesetzt waren, zu bestimmen.

Die Hitze betraf weite Teile Europas. Die deutsche Wetterdienst erließ eine hohe Temperaturwarnung für das gesamte Land, wobei alle sechzehn Bundesländer unter einer Hitzewarnung standen, von denen die Mehrheit als „extreme Hitze“ eingestuft wurde. Der Deutsche Wetterdienst berichtete, dass die Hitzewelle ihren Höhepunkt an diesem Tag erreichte und Temperaturen über 36 Grad erwartet wurden, mit lokalen Höchstwerten von bis zu 42 Grad möglich.

In Deutschland verzeichnete die Nation am Vortag ihre höchste jemals aufgezeichnete Temperatur von 41,3 Grad in der Nähe von Saarbrücken an der französischen Grenze. Die heißesten Bedingungen verbreiteten sich über das Wochenende in das Zentrum und den Osten Europas, einschliesslich Polen und der Balkanregion. Die Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt musste sich diesen extremen Bedingungen anpassen und kürzte sowohl die Rad- als auch die Laufstrecken aufgrund der Hitze.

Frankreich erlitt die grösste Belastung durch die Hitzewelle, da die Temperaturen in einigen Regionen weit über 40 Grad stiegen. Diese sengenden Bedingungen trugen zu einer Zunahme von hitzebedingten Todesfällen bei, darunter Dutzende von Ertrinkungen, da Menschen Zuflucht vor der Hitze suchten. Andere starben nach dem Verlassen in heißen Fahrzeugen oder durch Hitzestress. Zudem musste die Polizei die Pride-Märsche in Paris verschieben, um die Einsatzkräfte zu entlasten, die mit der Hitzewelle konfrontiert waren.

Im Gegensatz dazu fanden die Organisatoren des Budapest Pride-Marsches den Durchgang wie geplant statt, obwohl Temperaturen von 38 Grad prognostiziert wurden. Sie erklärten, dass der Marsch eine Botschaft an die neue Regierung Ungarns senden sollte und die anhaltende öffentliche Unterstützung für die Rechte der LGBTQ+-Personen unterstrich. Eine Transgender-Aktivistin erklärte, dass die Veranstaltung ein wichtiges Signal an die neue Regierung sendete, dass diese Themen weiterhin relevant blieben und dass man in vielen Lebensbereichen weiterhin von Ausgrenzung litt.

Das Vereinigte Königreich erlebte am Wochenende eine gewisse Erleichterung von den Rekordhitzen, doch der Rest Europas blieb im Griff einer intensiven Hitzewelle, während sie nach Osten zog. Das Vereinigte Königreich brach am Vortag seinen Juni-Temperaturrekord für das dritte Mal hintereinander, wobei 37,3 Grad in Santon Downham in Suffolk erreicht wurden. Der Meteorologe Andy Page erklärte, dass das Vereinigte Königreich eine allmähliche Veränderung der Bedingungen am Wochenende sah, wobei Südostengland die wärmsten Bedingungen am längsten hielt. Ein orangefarbene extreme Hitzewarnung blieb jedoch für einen grossen Teil des Tages gültig, obwohl die Temperaturen in den niedrigen Dreißigern gipfeln sollten.

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