Eine intensive Hitzewelle erfasste Europa, woraufhin Großbritannien seltene rote Temperaturwarnungen erließ. Die extremen Temperaturen führten zu einer signifikanten Belastung für die Bevölkerung und verursachten erhebliche Auswirkungen auf die Infrastruktur. Gleichzeitig reagierte die französische Regierung auf die Todesfälle und die weitreichenden Folgen der Hitze mit einer dringenden Krisensitzung der Premierministerin.
Spezialisten beobachteten, dass Vögel wie Stieglitze und Rotkehlchen besonders stark von den abnormal hohen Temperaturen betroffen waren. Auf Dächern erreichten die Temperaturen teilweise 50 bis 60 Grad Celsius. Experten erklärten, dass diese Hitze die Tiere zwang, zu fliegen, anstatt in ihren Nestern zu sterben und zu garen.
Eine neue Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Nature Climate Change, dokumentierte den Anstieg des Hitzestresses weltweit. Der Hitzestress, definiert als die gefährliche Ansammlung von Körperwärme durch steigende Temperaturen und Luftfeuchtigkeit, stellte eine der häufigsten Todesursachen durch Wetterextreme dar. Die Forscher stellten fest, dass die Häufigkeit von starker bis extremer Hitze im gesamten Kontinent zunahm.
Vor fünfzig Jahren erlebte beispielsweise 16 Prozent der Weltbevölkerung mindestens einen Tag extremer Hitze, definiert durch eine gefühlte Temperatur von mindestens 46 Grad Celsius. Heute stieg diese Rate auf 22 Prozent an. Dies bedeutete, dass etwa eine Milliarde Menschen nun zumindest irgendeinen extremen Hitzestress erlebten, was in den siebziger Jahren nicht der Fall gewesen war.
Angesichts der Gefahr für Leben erließen die Gesundheitsbehörden in Großbritannien rote Warnungen für sechs Regionen Englands, darunter die Midlands und London. Diese Warnungen signalisierten ein Risiko für die gesamte Bevölkerung, nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für die Funktionsfähigkeit von Transportsystemen, Energieversorgung und Unternehmen. Die Warnungen betrafen auch die Nordwest-, Nordost- und Yorkshire and Humber-Regionen mit gelben Alarmen.
Meteorologen beschrieben die Hitzewelle als Omega-Block, eine Wetterformation, die warme Luft aus Nordafrika und der Sahara nach Europa zog. Diese Blockade verhinderte jegliche Abkühlung und brachte eine intensive Hitze mit sich. Die Wettervorhersagen deuteten darauf hin, dass die Temperaturen in Teilen Englands und Wales 38 bis 40 Grad Celsius erreichen würden. Die Behörden wiesen auf die Notwendigkeit hin, Arbeitsweisen und tägliche Routinen substanziell zu ändern, um den Ausfall hitzeempfindlicher Systeme zu verhindern.