FaktenBlitz
RSS
Zurück zur Übersicht
Welt

Evakuierungen durch den Hormus-Strait pausiert nach Angriff auf Schiff

UN-Agentur hielt Pläne aus Sicherheitsgründen aus

Eine UN-Agentur pausierte die Evakuierung von Schiffen durch den Hormus-Strait. Dies geschah nach der Meldung, dass ein Schiff durch einen Projektil getroffen worden war, welches sich an der Küste Omans befand. Die britische Militärseite berichtete über den Einschlag, der auf die Passage mehrerer Tanker zurückzuführen war, welche eine Route nutzten, die von der UN vorgesehen war.

Der Leiter der Internationalen maritimen Organisation der Vereinten Nationen erklärte am Donnerstag, dass der Plan, gestrandete Schiffe durch den Persischen Golf hindurch zu befördern, ausgesetzt wurde. Die Agentur hielt die Evakuierung an, bis Sicherheitsgarantien für die Schiffe auf der Evakuierungsliste und in der gesamten Region bestätigt wurden.

Es blieb unklar, wer das Projektil abgefeuert hatte oder welche Art von Schiff das Ziel war. Die Berichte über den Angriff kamen Stunden nach der Drohung Irans an die Schiffe, die die Route ohne Erlaubnis von Teheran nicht nutzen sollten. Die iranische Behörde für den Persischen Golf-Strait, eine neue Regierungsagentur zur Kontrolle des Schiffsverkehrs, schrieb auf X, dass Transit außerhalb ihrer festgelegten Routen keine Garantie für die sichere Passage besichere.

Das angegriffene Schiff gehörte nicht zur Evakuierungsaktion, erklärte Arsenio Dominguez, Generalsekretär der UN-Agentur. Die britische Maritime Handelsoperationenzentrale bestätigte zwar Schäden am Schiff, berichtete jedoch über keine Verletzungen oder Umwelteffekte aus dem Angriff nahe der Küste Omans.

Die Öffnung einer alternativen Passage durch diese lebenswichtige Wasserstraße sollte den Druck auf die Weltwirtschaft mindern und Irans Haupthebel in den laufenden Friedensgesprächen mit den Vereinigten Staaten beseitigen. Der US-Außenminister Marco Rubio versicherte bei einem Besuch im Golf, dass Washington für die neue Route und die Gewährleistung der Durchfahrt von Schiffen entschlossen sei. Er betonte, dass die Sicherheit der Passage entscheidend sei.

Die Schifffahrt durch den Strait erhöhte sich in den letzten Tagen, blieb jedoch deutlich unter den Vorkriegsniveaus. Der Ölpreis sank am Donnerstag kurzzeitig unter sein letztes Vorkriegsniveau von knapp unter 73 Dollar pro Barrel, was auf eine verbesserte Marktsituation hindeutete. Die Vereinigten Staaten und Iran diskutierten weiterhin die Bedingungen eines Übergangsfriedens, einschließlich der Durchfahrt von Schiffen durch die Meerenge und der Zukunft Iranss Vorrats hochreiner Uran. Die Verhandlungen liefen hinter verschlossenen Türen.

Parallel dazu drohte eine Eskalation der Kämpfe im Libanon zwischen Israel und den von Iran unterstützten حزب الله-Milizen die allgemeine Waffenruhe. Iran erklärte, dass ein vorläufiger Friedensvertrag die Aussetzung des Krieges bedingte, dass Israel aus dem Libanon abziehe – eine Bedingung, die Israel jedoch ablehnte.

Die Marineeinheit des Islamischen Revolutionären Schutzkorps (IRGC) gab am Donnerstag eine Warnung gegen die Nutzung der neuen Route heraus. Offizielle der Marine erklärten, dass die Route ohne Vorankündigung oder Koordination mit dem Iran eingerichtet worden war und sie als „inakzeptabel und völlig gefährlich“ bezeichneten. Sie betonten, dass die einzige autorisierte Route durch den Hormus-Strait jene sei, die vom Islamischen Staat Iran deklariert wurde. Sie erklärten, dass jeglicher Verkehr außerhalb dieser Routen „extrem gefährlich und verboten“ sei.

HormusIranUNStrait of HormuzFriedensgespräche

Teilen

𝕏 Twitter WhatsApp