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Wissenschaft

Bergkönig und Bergkönigin: Rekorde auf dem Everest gesprengt

Kami Rita Sherpa und Lakpa Sherpa setzten neue Maßstäbe im Hochgebirgssport

Ein renommierter nepalesischer Bergführer brach seinen eigenen Weltrekord für die meisten Gipfel des Mount Everest. Kami Rita Sherpa, 56 Jahre alt und bekannt als der „Everest-Mann“, führte seine Klienten am Sonntag auf den 8.849 Meter hohen Gipfel und setzte damit den neuen Rekord. Am selben Tag brach Lakpa Sherpa, 52 Jahre alt, ebenfalls ihren Rekord für die meisten Aufstiege durch eine weibliche Kletterin, nachdem sie ihren elften Everest-Gipfel erreicht hatte.

Diese Kletterzeit verlief besonders intensiv. Es wurden Rekordzahlen von Genehmigungen für Everest-Aspiranten erteilt, und Verzögerungen bei der Öffnung der Route zum Gipfel traten auf. Die Tourismusbehörde Nepals gratulierte beiden Kletterern zu diesem „historischen Erfolg“. Auch der nepalesische Premierminister Balendra Shah lobte die Leistung und erklärte, dass die Kletterer „einmal wieder Geschichte geschrieben“ hätten. Er betonte, dass solch ein historischer Erfolg nur durch unerschütterigen Mut, strenge Selbstdisziplin und eine aufrichtige Hingabe an die eigene Arbeit erreicht werden könne.

Kami Rita Sherpa erreichte den Everest am Sonntag, während er Klienten der Firma 14 Peaks Expedition begleitete. Er hatte den Everest erstmals 1994 bestiegen und erreichte ihn seitdem nahezu jährlich. In einem früheren Jahr stieg er den Gipfel sogar zweimal. Nach Angaben seiner persönlichen Webseite wurde Kami Rita Sherpa in der Region Solukhumbu Nepals geboren und wuchs in einer Familie von Bergsteigern auf.

Im Jahr 2018 wurde er die erste Person, die den Mount Everest 22 Mal bestieg, wodurch er den zuvor gehaltenen Rekord von 21 Aufstiegen mit zwei anderen nepalesischen Sherpa-Bergsteigern ersetzte, die danach in den Ruhestand gingen.

Lakpa Sherpa erreichte den Everest erstmals im Jahr 2000 und wurde damit die erste nepalesische Frau, die den Gipfel erfolgreich erreichte und den Berg hinabstieg. Sie ist zudem Gegenstand eines 2023 veröffentlichten Dokumentarfilms mit dem Titel Mountain Queen, der ihre zahlreichen Everest-Gipfel-Aufstiege und ihr Leben als alleinerziehende Mutter thematisierte.

Fast 500 ausländische Kletterer erhielten dieses Jahr Genehmigungen für den Aufstieg auf den Mount Everest. Die meisten versuchten den Aufstieg mit mindestens einem nepalesischen Führer, der keine Genehmigungen benötigte. Einige äußerten jedoch Sicherheitsbedenken hinsichtlich möglicher „Verkehrsengpässe“ auf dem Everest. Diese entstanden durch Verzögerungen, die durch ein großes, gefährliches Gletscherrand verursacht wurden, welches die Route vom Basislager in Nepal blockierte.

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