Der ehemalige County-Gouverneur Okoth Obado wurde verurteilt. Er wurde wegen des Mordes auf eine schwangere Studentin verurteilt, mit der er eine Affäre pflegte. Sharon Otieno, eine 26-jährige Universitätsstudentin, starb 2018. Ihr blutiges Leich wurde in einem Dickicht außerhalb einer Kleinstadt im Westen Kenias gefunden.
Obado, damals Gouverneur des Migori-Countys, sowie zwei Mitangeklagte wurden am Donnerstag wegen der Planung des Mordes verurteilt. Das Urteil verdeutlichte, dass Obado einen Plan zur Eliminierung Otieno orchestriert hatte. Der Richter Cecilia Githua erklärte, Obado habe die Motive, die Instigierung und die Gelder zur Finanzierung des kriminellen Unternehmens bereitgestellt.
Obados ehemaliger persönlicher Assistent Michael Oyamo und der ehemalige County-Sekretär Caspal Obiero unterstützten die Tat. Der Richter betonte, dass diese Personen die Ausführung der Tat sowie die logistische Unterstützung und die Verschleierung der Verbrechen sicherstellten, um die Entdeckung zu vermeiden.
Der Tod Otienos löste in Kenia Proteste aus und beleuchtete die Ausdehnung der Gewalt gegen Frauen im Land. Eine nationale Umfrage zeigte, dass mindestens 34 Prozent der Frauen körperliche Gewalt erlebt hatten. Die Ermittlungen basierten auf Zeugenaussagen eines Journalisten, der Otieno über ihre Affäre mit dem damaligen Gouverneur kontaktierte.
Die Polizei verfolgte das Fahrzeug, das von den Verurteilten benutzt wurde. Der leitende Staatsanwalt stellte fest, dass das Verfolgungsgerät am Tag der mutmaßlichen Entführungen deaktiviert und am folgenden Tag wieder aktiviert wurde. Dies galt als wohlüberlegter Schachzug der Täter, um die Bewegung des Fahrzeugs zu verschleiern.
Die Anklage führte 42 Zeugen an und stützte sich stark auf Umstände, um zu beweisen, dass der ehemalige Gouverneur und seine Mitangeklagten zusammengearbeitet hatten, um Otienos Ermordung zu arrangieren. Die Verurteilung stellte somit die Gerechtigkeit für das Opfer dar.