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Wissenschaft

Experten: Drei jüngste Erdbeben stehen nicht in Verbindung

Geologische Analysen klären die zeitliche Verknüpfung der Ereignisse

Ein Erdbeben der Stärke 5,6 erschütterte einen ländlichen Teil Kaliforniens im Norden. Stunden später traf ein Erdbeben der Stärke 7,2 die Nordküste Japans, während zwei starke Beben in Venezuela eine verheerende Massenverletzung auslösten. Diese seismischen Ereignisse taten sich innerhalb von acht Stunden. Die Online-Spekulationen über eine mögliche Verbindung zwischen den Ereignissen entstanden. Experten stellten jedoch fest, dass diese Zusammenhänge nicht existierten.

William Barnhart, Assistenzkoordinator für das Erdbebenrisikoprogramm des US Geological Survey, erklärte, dass die Ereignisse eine Ähnlichkeit besaßen: Sie traten alle entlang bekannter Plattengrenzen mit hohem seismischem Gefahrenpotential auf. Die zeitliche Abstimmung am Mittwoch galt jedoch lediglich als Zufall. Barnhart betonte, dass Erdbeben täglich weltweit auftraten und meist weit entfernt von Menschen geschah. Er beschrieb den Mittwoch als einen ungewöhnlichen Tag, an dem mehrere signifikante Beben in Gebieten stattfanden, in denen die Bevölkerung sie spürte.

Es war möglich, dass ein großes Erdbeben Erschütterungen in anderen Teilen der Welt auslöste. Martin Hudson, Dozent für Bau- und Umwelttechnik an der UCLA, stellte jedoch fest, dass eine solche Kaskadeneffekt über Tausende von Kilometern hinweg äußerst ungewöhnlich war. Er verglich die Ereignisse mit den letzten hundert Jahren der Erdbebenforschung und betonte, dass man noch nie Erdbeben sah, die so weit voneinander entfernt miteinander in Beziehung standen.

Im Vergleich dazu ließ das anfängliche 7,1-Magnitude-Erdbeben in Venezuela wahrscheinlich das nachfolgende 7,5-Magnitude-Ereignis auslösen, bedingt durch die räumliche Nähe. Hudson erklärte, dass eine Verwerfung bereit sein konnte, und wenn ein nahegelegenes Erdbeben auftrat, es diese Verwerfung über die Kante kippen ließ. Er fügte hinzu, dass in jedem gegebenen Jahr Dutzende von Erdbeben über der Stärke 7 weltweit auftraten. Das Ereignis in Venezuela war somit ein schrecklicher Zufall, da es in einem besiedelten Gebiet stattfand, wo mindestens 188 Menschen starben.

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