Die griechischen Behörden intensivierten die Ermittlungen, wie eine explosiv beladene Drohne in den Gewässern westlich des Landes gelandet war. Eine Untersuchung, die spezialisierte militärische Teams umfasste, erweiterte sich nach dem Wochenende, als Sprengstoffexperten das unbemannte Gerät auf See detonierten. Der griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias erklärte, die Drohne, die mutmaßlich aus ukrainischer Herkunft sei, mit Sicherheit aus „einem fremden Staat“ stammte, identifizierte diesen jedoch nicht. Er versicherte, dass Griechenland zwar keine militärischen Fähigkeiten besaß, um sich gegen solche aufkommende Technologien zu verteidigen, aber die Möglichkeiten schuf, die nationale Marine mit den fortschrittlichsten Drohnen und Abwehrsystemen auszustatten.
Man vermutete, die Drohne landete in der Nähe der Küste von Lefkada, einer beliebten Resortinsel in der Ionischen See, als ihre Bediener die Kontrolle verloren und das Gerät vom Kurs abdriftete. Ein Fischer fand das Gerät am Donnerstag in einer Höhle. Die Besorgnis über die Entdeckung vertiefte sich am Samstag, als berichtet wurde, dass die Langstrecken-Kamikaze-Drohne mit geschätzten hundert Kilogramm Sprengstoff beladen war. Beamte des griechischen Verteidigungsministeriums lehnten die Bestätigung der Munitionsladung jedoch ab.
In einer neuen Kriegsära, in der günstige und tödliche Drohnen die Natur des Kampfes zunehmend veränderten, wirft der Vorfall Fragen zur maritimen Sicherheit in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union auf, der durch seine längste Küstenlinie besonders anfällig war. Die politische Opposition kritisierte die Regierung von Athen als unvorbereitet für die Bedrohung durch solche Waffen. Michalis Katrinis, Sprecher der Hauptoppositionspartei Pasok, erklärte, dass die griechischen Bürger nichts über die Herkunft, den Zweck und die Fundstelle der Drohne erfahren durften, während die Ermittlungen um Lefkada ungestört liefen.
Die Entdeckung bewies, dass Griechenland Gefahr lief, in den Kriegszustand hineingezogen zu werden. Eine nationalistische Partei erklärte, die Fundstelle sei ein Beweis für eine „bewusste militärische Provokation“. Militärische Quellen berichteten, dass Experten die Seriennummer des maritimen Geräts sowie dessen eingebautes Positionsbestimmungsgerät auf Spuren seiner Herkunft untersuchten. Da die Geräte den Merkmalen einer ukrainisch hergestellten Magura V3 Marine-Drohne ähnelten, gewann die Theorie an Fahrt auf, dass das Ziel russischer Öl- und Gaspipeline-Schiffe im Mittelmeer war. Kiew räumte ein, dass es Tanker angriff, die Sanktionen Russlands umgingen.
Mit Satellitenkommunikationssystemen konnten V3-Drohnen Sprengstofflasten von bis zu dreihundert Kilogramm tragen. Ihre Letalität wurde durch ihre Autonomie und Geschwindigkeit gesteigert: Die unbemannten Fahrzeuge reisten für bis zu sechzig Stunden mit einer Höchstgeschwindigkeit von etwa fünfzig Meilen pro Stunde (achtzig Kilometer pro Stunde) durch. Diese Entwicklung veränderte die strategische Lage im Mittelmeerraum grundlegend.