Extreme Niederschläge führten zu verheerenden Ereignissen in weiten Teilen Asiens. Über zehn Tage und Nächte hinweg regnete es unaufhörlich, was zu Sturzfluten und Wirbelstürmen führte. In Afghanistan zerstörten die heftigen Regenfälle Häuser, die aus Stein und Lehm errichtet waren, und führten zum Verlust von Leben und Hunderten vermissten Personen. Ähnliche Szenarien entfalteten sich in Nachbarländern, wo Monsunregen Chaos in der gesamten Region auslösten.
In Bangladesch erlebte die Bevölkerung eine rekordverdächtige Menge an Niederschlag. In nur zwanzigvier Stunden im Juli fielen 412,3 Millimeter Regen in Chattogram, was zu Sturzfluten führte, die ganze Dörfer überfluteten. Die Fluten vernichteten Ernten, zerstörten Vieh und zerstörten die Wohnstätten der Menschen. Familien mussten unter unsanitären Bedingungen in Notunterkünften verweilen, während sie auf Hilfsgüter angewiesen blieben.
Auch in China und Japan manifestierten sich die Auswirkungen des Wetters in katastrophalen Erdrutschen. In Chongqing töteten massive Erdrutsche mindestens elf Menschen und hinterließen fünfzig vermisst. In Vietnam und Japan führten die sintflutartigen Regenfälle zu Erdrutschen. Die Region erlebte zudem die Auswirkungen von Wirbelstürmen wie Typhoon Noul, der in China Landung fand und die Evakuierung von über achthundertneunzigtausend Menschen auslöste.
Die Wissenschaft verband die extremen Wetterereignisse klar mit dem Klimawandel. Klimaforscher bemerkten, dass wärmere Luft mehr Wasserdampf aufnehmen konnte. Dies verstärkte die Intensität der Niederschläge und machte Überschwemmungen häufiger und schwerwiegender. Die Erwärmung der Erde durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe führte somit zu einer erhöhten Gefahr von Extremwetter. Experten betonten, dass die steigenden Temperaturen die Bedrohung für Monsunregionen in Südostasien und Ostasien erhöhten.
Organisationen wie das Internationale Rote Kreuz betonten die Notwendigkeit lokaler Vorbereitung und Minderung. Sie warnten davor, dass die Reaktion auf extreme Bedürfnisse erst nach deren Eintreffen zu spät sei. Die zukünftigen Wettervorhersagen, wie das El Niño, zeigten, dass die Notwendigkeit einer proaktiven Reaktion auf die veränderte Klimasituation zwingend war.