Die Polizei in Pasadena reagierte auf eine Bombenbedrohung im Huntington Hospital. Ein Anrufer meldete sich als Mitglied der extremistischen Online-Gruppe 764 und behauptete, mehrere Sprengstoffvorrichtungen seien im gesamten Krankenhaus platziert worden. Die Behörden untersuchten den Vorfall, als eine Evakuierung ausgelöst wurde. Die Polizei ermittelte zudem, dass zwei weitere Verdächtige in einem gestohlenen Fahrzeug auf das Gebäude zusteuerten und die Personen mit automatischen Gewehren erschießen wollten.
Die Polizei entsandte sofort Einsatzkräfte, um die Zugänge des Krankenhauses zu sichern und eine starke Präsenz zu etablieren. Ein Führungsstab wurde auf dem Parkplatz eines nahegelegenen Geschäfts eingerichtet, und mehrere K-9-Einheiten wurden gerufen. Auch das örtliche Feuerwehrwesen stellte sich zur Unterstützung bereit. Die Suchaktionen der Polizeieinheiten in Pasadena und Glendale durchsuchten alle öffentlich zugänglichen Bereiche des Krankenhauses. Dennoch fanden die Suchtrupps keine Sprengstoffvorrichtungen, so die Polizei.
Als Vorsichtsmaßnahme leiteten die Behörden den eingehenden Notverkehr auf nahegelegene Krankenhäuser um. Nachdem das Krankenhaus als sicher erklärt worden war, setzten die normalen Krankenhausabläufe wieder ein. Obwohl in der Bedrohung keine Verletzten entstanden, betonte die Sprecherin Lisa Derderian, dass solche Vorfälle äußerst störend seien und wertvolle Ressourcen von den Strafverfolgungs- und Feuerwehrteams abzogen.
Die Bundesbehörden beschrieben die Gruppe 764 als eine gewalttätige Online-Gruppe, die Individuen umfasste, welche versuchten, Kinder und andere Personen durch Manipulation in unvorstellbare Handlungen gegen sich selbst, Tiere und andere Kinder zu drängen, selbst zum Suizid. Mitglieder der Gruppe existierten weltweit und operierten über soziale Medien sowie Online-Plattformen. Die Behörden wiesen darauf hin, dass die Gruppe auch die Praxis des sogenannten Täuschungsanrufs anwandte, um bewaffnete Polizeieinsätze zu provozieren.
In Südcalifornien wurden bereits früher durch Täuschungsanrufe, die Krankenhäuser betrafen, Zielobjekte. Im April führte eine Bombenbedrohung am Southern California Hospital in der Gegend von Culver City zu einem Einsatz von Sprengstoff-Erkennungs-K-9-Einheiten, die letztlich als Täuschungsanruf eingestuft wurde. Dort fand sich ebenfalls kein Sprengstoffvorrichtung.